Energieeffizienzstudie
14.05.2013

Deutsche heizen mit veralteten Systemen

Depositphotos

Trotz moderner Wärmetechnik heizt der Großteil der Deutschen mit überalterten Systemen. Das gefährdet die Umwelt und kostet viel Geld. Es fehlt an staatlichen Anreizen, um die Modernisierung voranzutreiben.

80 Prozent der deutschen Heizungen entsprechen nicht dem aktuellen Stand der Technik, das zeigt eine neue Studie vom Bundesindustrieverband (BDH) in Zusammenarbeit mit Shell und anderen. So hätten von den rund 21,3 Millionen Heizungen etwa 2,7 Millionen ein Alter von über 25 Jahren erreicht. Darunter sind 2,5 Millionen Gas- und Öl-Standardkessel, die seit über 15 Jahren nicht mehr eingebaut werden dürfen. 

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Auch entspricht die Wärmedämmung in über 84 Prozent der Wohnflächen nicht den heutigen Effizienzstandards, denn über 70 Prozent der rund 40 Millionen deutschen Wohneinheiten sind noch vor 1979 entstanden und genügen nur geringen Gebäudeeffizienzstandards.
 
„Ohne Effizienzgewinne im Hauswärmebereich können die Energie- und Klimaziele nicht erreicht werden und auch die Energiewende ist nicht zu schaffen“, warnt Jörg Adolf, Chefvolkswirt bei Shell Deutschland. So könnte die Nutzung moderner Heiztechniken, eine bessere Dämmung und die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien schädliche Treibhausgasemissionen um etwa 30 Prozent bis zum Jahr 2030 reduzieren. Darüber hinaus könnten Hausbesitzer ihre eigenen Energiekosten deutlich senken. Dennoch modernisieren gerade einmal drei Prozent der Deutschen pro Jahr ihre Heizsysteme. Die energetische Sanierung ist teuer und rentiert sich oft erst nach Jahrze

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0 Prozent der deutschen Heizungen entsprechen nicht dem aktuellen Stand der Technik, das zeigt eine neue Studie vom Bundesindustrieverband (BDH) in Zusammenarbeit mit Shell und anderen. So hätten von den rund 21,3 Millionen Heizungen etwa 2,7 Millionen ein Alter von über 25 Jahren erreicht. Darunter sind 2,5 Millionen Gas- und Öl-Standardkessel, die seit über 15 Jahren nicht mehr eingebaut werden dürfen. 

Auch entspricht die Wärmedämmung in über 84 Prozent der Wohnflächen nicht den heutigen Effizienzstandards, denn über 70 Prozent der rund 40 Millionen deutschen Wohneinheiten sind noch vor 1979 entstanden und genügen nur geringen Gebäudeeffizienzstandards.
 
„Ohne Effizienzgewinne im Hauswärmebereich können die Energie- und Klimaziele nicht erreicht werden und auch die Energiewende ist nicht zu schaffen“, warnt Jörg Adolf, Chefvolkswirt bei Shell Deutschland. So könnte die Nutzung moderner Heiztechniken, eine bessere Dämmung und die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien schädliche Treibhausgasemissionen um etwa 30 Prozent bis zum Jahr 2030 reduzieren. Darüber hinaus könnten Hausbesitzer ihre eigenen Energiekosten deutlich senken. Dennoch modernisieren gerade einmal drei Prozent der Deutschen pro Jahr ihre Heizsysteme. Die energetische Sanierung ist teuer und rentiert sich oft erst nach Jahrzehnten. 
 
Die Autoren der Studie fordern deshalb Anreize vom Staat zur Förderung von Gebäudesanierungen und mehr Planungssicherheit für die Haushalte. Im Dezember 2012 scheiterte der Steuerbonus für energetische Gebäudesanierung, weil sich Bundesrat und Bundestag nicht einigen konnten. Neue Förderprogramme, etwa von der KfW, sollen nun die energetische Sanierung bezahlbar machen.
Nora Enzlberger
Keywords:
Energieeffizienz | Shell | Heizungstechnik
Ressorts:
Markets

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