Marktstudie
28.10.2016

Deutsche Solarspeicher boomen

Foto: Wikswat / Wikimedia / CC BY-SY 3.0
Ein zunehmend lukratives Geschäft: Batteriespeicher für den Hausgebrauch.

Heimische Anbieter führen laut Analyse auf dem hiesigen Markt und sind auch international stark gefragt. Speicher-Freunde haben bereits das komplette Förder-Jahresbudget der KfW-Bank aufgebraucht.

Die deutschen Besitzer privater Solaranlagen steigern zunehmend den Eigenverbrauch des selbstproduzierten Stroms, das zeigt eine aktuelle Marktanalyse des Bonner Research-Instituts EuPD: Im ersten Halbjahr 2016 ist demnach der hiesige Markt für Heimspeicher im Vergleich zum Vorjahr um etwa 40 Prozent gewachsen. Etwa 60 verschiedene Anbieter konkurrieren um Kunden, allein die vier größten deutschen Wettbewerber kommen auf einen gemeinsamen Marktanteil von 62 Prozent.

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Als wichtigste Gründe des Erfolgs nennen die Analysten die kontinuierlich sinkenden Systempreise und eine steigende Produktvielfalt. Tatsächlich ändert sich derzeit auch bei den Angebotsformen viel, beispielsweise werden immer häufiger sogenannte Flatrates beworben. Eine weitere interessante Beobachtung der Marktstudie: Was das Endkunden-Marketing betrifft, hätten vor allem Elon Musk mit seinem Unternehmen Tesla und die im sächsischen Kamenz ansässigen Batteriemacher von Mercedes-Benz Energy viel geleistet. „Das spiegelt sich aber noch nicht in aktuellen Absatzzahlen wider“, schreiben die Autoren. 

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Ausgeschöpfter Fördertopf

Den großen Gewinn würden in Deutschland stattdessen eher Mitbewerber wie Sonnen und Deutsche Energieversorgung (Senec) einfahren. Ersterer komme auch in wichtigen Wachstumsmärkten außerhalb Deutschlands gut an. In den USA räumt er demzufolge satte 17 Prozent der Marktanteile ab. 

Seit März 2013 fördert die KfW-Bank im Auftrag der Bundesregierung die Aufrüstung mit Heimspeichern. Nach einer dreimonatigen Pause Anfang des Jahres wurde das Förderprogramm im März 2016 für weitere drei Jahre verlängert. Bereits Anfang diesen Monats waren die vom Bundeswirtschaftsministerium bereitgestellten Gelder für das laufende Jahr ausgeschöpft. Wer seinen Antrag zu spät abschickte, bekam ihn postwendend unbearbeitet zurück. Allerdings: Ab Januar 2017 können sich Interessierte wieder für die Förderung bewerben.

Ab wann sich die Beschaffung eines Batteriespeichers für Eigentümer solarer Heimanlagen wirklich lohnt, und wie sich etwas Geduld noch auszahlen kann, das hat bizz energy Research bereits in unserem Juniheft aufgezeigt (hier lesen).

Tim Lüdtke
Keywords:
Speicher | Heimspeicher | Solarspeicher | Marktstudie | Sonnen GmbH | Senec
Ressorts:
Markets

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