Klimaschutz
17.07.2013

Deutschland finanziert russischen Klimaschutz

depositphotos, sailorr

Die deutsche Förderbank KfW und die russische Förderbank Vnesheconombank wollen russische Kommunen bei der Modernisierung ihrer Infrastruktur unterstützen. Dies haben beide Banken auf einer Tagung des International Development Finance Club in Moskau vereinbart.

Das von den beiden Förderbanken unterzeichnete Memorandum of Understanding sieht vor, dass die KfW Kredite für die klima- und energieeffiziente Modernisierung von Abfallmanagement- und Abwassersystemen sowie von urbanen Verkehrsnetzen in der Russischen Föderation bereit stellt. Die Mittel hierzu stammen aus der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesumweltministeriums. Nach Angaben der KfW ist derzeit noch offen, wie hoch die Nachfrage sein wird. Das Bundesumweltministerium habe jedoch zugesichert, das sich die Kreditvergabe am Bedarf orientieren werde und nicht vorab begrenzt sei. 

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Die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) finanziert seit 2008 mit einer jährlichen Ausstattung von 120 Millionen Euro aus dem Haushalt des Bundesumweltministeriums Klimaschutzprojekte in Entwicklungs-, Schwellen- und Transformationsländern - darunter auch Russland.

30 Jahre Kooperation KfW und Vnesheconombank

KfW-Vorstandschef Ulrich Schröder begrüßte das Übereinkommen: "Diese Kooperation mit der Vnesheconombank ist ein wichtiger Schritt hin zur umweltfreundlichen Modernisierung der kommunalen Infrastruktur in Russland. Darüber hinaus stellt sie einen Beitrag zum globalen Klimaschutz dar, für den sich die IDFC-Partnerbanken stark einsetzen." 

Die KfW und die Vnesheconombank stehen seit 30 Jahren in Kontakt. Zudem stand die KfW 2007 Pate beim Umbau der russischen Vnesheconombank zu einer Förderbank.

Die Investitionsvorhaben sollen nun durch maßgeschneiderte Finanzierungen über die Vnesheconombank in Form von zinsverbilligten KfW-Darlehen sowie durch projektvorbereitende und -begleitende Beratungsmaßnahmen unterstützt werden. Das neue Programm setzt auf der erfolgreichen Zusammenarbeit beider Förderbanken bei der Modernisierung des Abfallmanagementsystems in St. Petersburg im vergangenen Jahr auf, wofür die KfW 65 Millionen US Dollar zur Verfügung stellte.

Im International Development Finance Club (IDFC) haben sich rund 20 der weltweit größten Förderbanken zusammengeschlossen. Die KfW in Frankfurt ist die größte Förderbank in diesem Netzwerk, welches insgesamt für ein Kreditvolumen von 2,1 Billionen US Dollar steht.

Thomas Bauer
Keywords:
KfW | Klimaschutz | Russland | Vnesheconombank | Banken und Finanzinvestoren | Energieeffizienz
Ressorts:
Finance

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