Zum Auftakt der Weltklimakonferenz in Paris hat Bundesentwicklungsminister Gerd Müller 50 Millionen Euro für die Klimafinanzierung in den 48 ärmsten Ländern der Welt angekündigt. Das Geld fließt in den dafür vorgesehenen UN-Fonds (Least Developed Countries Fund). Neben Deutschland zahlen auch die USA, Kanada, Frankreich, Großbritannien, Dänemark, Schweden, Irland, die Schweiz, Italien und Finnland neues Geld ein.

Damit löst die Bundesregierung einen Teil seines Versprechens ein, seinen Beitrag zur Klimafinanzierung von zwei auf vier Milliarden Euro zu verdoppeln. Das hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Mai auf dem Petersberger Klimadialog bei Bonn zugesagt.

Nach Angaben Bundesentwicklungsministers Müller hat die Bundesrepublik mit insgesamt 215 Millionen damit seit 2001 den größten Beitrag eingezahlt. 

„Die Ankündigung ist eine wichtige Vertrauensbildungsaktion“, kommentiert Christoph Bals von der Umweltorganisation Germanwatch.  „Zumindest bis der Green Climate Fund über die ersten Projekte hinaus in großem Maße aktiv wird, ist dieser Fonds für Least Developed Countries zentral.“ 

Bis dato war alles Geld aufgebraucht, bereits genehmigte Projekte konnten nicht umgesetzt werden. Die neuen Mitteln sollen diesen Projekten, beispielsweise in der Landwirtschaft oder für Katastrophenmanagement, zufliessen. Die 50 Millionen Euro sind laut Germanwatch-Geschäftsführer Bals „nur der Startpunkt, damit andere Länder hier in Paris entsprechende Zusagen vorlegen“.