Umweltschutz
18.03.2013

Deutschland hinter Emissionszielen zurück

Eon AG
Kommen kaum zum Zug: Gaskraftwerke in Deutschland.

Die Bundesregierung rechnet damit, die eigenen Klimasziele für 2020 zu verfehlen. Grund sei der nicht funktionierende Emissionshandel und der wachsende Anteils des Kohlestroms.

Beim Thema Klimaschutz leistet Deutschland offenbar noch zu wenig. Laut Bundesumweltministerium sind zum Jahr 2020 mit den bisher beschlossenen Maßnahmen je nach Wirtschaftsentwicklung zwischen 33 und 35 Prozent Treibhausgaseinsparung zu erwarten.Das zeigt ein aktueller Bericht der Regierung.  Offizielles ist allerdings eine Minderung um 40 Prozent. „Die Zahlen zeigen: Wir sind zwar auf gutem Weg, aber nicht mit dem nötigen Tempo“, kommentierte Umweltminister Peter Altmaier (CDU). Alle zwei Jahre berichtet die Regierung an die Europäische Kommission.

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„Wir brauchen unbedingt wieder einen funktionierenden Emissionshandel in Europa, der bei uns Anreize setzt für Investitionen in Energieeffizienz“, mahnte Altmaier. Sorgen macht ihm zudem der „bedenkliche Trend zurück zur Kohle in der konventionellen Stromerzeugung“. Es könne nicht sein, dass moderne hocheffiziente und klimafreundliche Gaskraftwerke eingemottet werden, weil der Markt mit billigem Kohlestrom geflutet werde, so Altmaier.

Gerade in der vergangenen Woche verkündete Statkraft ein Gaskraftwerk vom Netz zu nehmen. Auch eines der effizientesten Gas-und Dampfkraftwerke in Deutschland, Irsching 5, wird möglicherweise bald stillstehen. Die Betreiber, unter anderem der Energiekonzern Eon, prüfen derzeit, ob das Kraftwerk weiter laufen kann.

nhp
Keywords:
Emissionshandel | Klimawandel | Peter Altmaier
Ressorts:
Governance

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