"Der Klimawandel kennt keine Landesgrenzen. Ob Fabriken im Ausland ungefiltert CO2 ausstoßen oder ob Energie aus Sonne und Wind gewonnen wird, geht auch uns an“, sagt Entwicklungs-Staatssekretär Thomas Silberhorn. Zusammen mit der marokkanischen Umweltministerin Hakima El Haité hat er am Wochenende in Rabat die Entwicklung einer Klima-Partnerschaft für Entwicklungsländer auf den Weg gebracht.

Die von der Bundesregierung initiierte Partnerschaft richtet sich gleichermaßen an Entwicklungs- und Industrieländer, sowie an Partner wie die Vereinten Nationen. Sie soll ein zentrales Instrument werden, um das Pariser Klimaabkommen von 2015 mit Leben zu füllen. Dort wurde entschieden, den globalen Temperaturanstieg auf unter 2 Grad Celsius zu begrenzen.

 

Maßgeschneiderte Beratung

Deutschland wird den Aufbau eines Sekretariats in Washington und Bonn finanzieren, und somit den Partnern eine institutionelle Infrastruktur zur Verfügung stellen. Dort sollen Entwicklungsländer schnell und einfach Zugang zu maßgeschneiderter Beratung erhalten und passende Antworten auf konkrete Klimaschutz-Fragen bekommen – zum Beispiel zum Aufbau erneuerbarer Energien, nachhaltiger Stadtentwicklung, oder zukunftsfähiger Landwirtschaft.

Deutschland als Initiator der Partnerschaft und Marokko als Gastgeber der nächsten Klimakonferenz im November 2016 in Marrakesch teilen sich den Vorsitz der Steuerungsgruppe, die am Wochenende erstmalig getagt hat. Auf der Konferenz soll die Klima-Partnerschaft offiziell ins Leben gerufen werden. Die Mitgliedschaft wird den einzelnen Nationen freistehen.

In Rabat soll die Klima-Partnerschaft offiziell begründet werden und den anstrengenden Weg zum Klimaziel erleichtern. (Foto: Adam Jones; Wikimedia (CC BY-SA 3.0))