Kraft-Wärme-Kopplung
03.12.2013

Deutschlands Bierbrauer mit Energiepotenzial

depositphotos

Deutschlands Brauereien nutzen derzeit die Möglichkeit zur Kraft-Wärme-Kopplung nur selten, wie eine aktuelle Untersuchung ergab. Dabei eignet sich die Bier-Produktion besonders für den effizienten Gebrauch der Abwärme. Insgesamt schreitet der KWK-Ausbau aber zügig voran.

Über 70 Prozent aller Brauereistandorte in Deutschland haben keine eigene Anlage zur Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Das hat das Kölner Beratungsunternehmen Ecoprog in einer Untersuchung von 860 Brauereien in Deutschland ermittelt. Auch von den 190 größten Standorten produzierten nur etwa 20 Prozent ihren Strom mit einer KWK-Anlage selbst. 

Anzeige

Laut Ecoprog eignen sich Brauereien für KWK-Anlagen besonders gut. Beim Mälzen, Würzekochen, der Gärung oder der Flaschenreinigung bestehe kontinuierlicher Wärmebedarf, der an vielen Standorten extern gedeckt werden muss. Mit der Investition in ein Blockheizkraftwerk könnten die Brauereien sowohl ihren Strom- als auch den Wärmebedarf selbst decken.

Anzeige

Dabei schreitet der KWK-Ausbau laut Ecoprog in Deutschland stark voran, mit 5.500 neuen Anlagen allein im Jahr 2012. „Böse formuliert ist KWK deshalb so erfolgreich, weil es den Unternehmen die Möglichkeit bietet, sich von der bislang konfus umgesetzten Energiewende in Teilen abzukoppeln“, sagt Ecoprog-Geschäftsführer Mark Döing. Durch eine eigene KWK-Anlage lösen sich die Betreiber von steigenden Stromkosten bei den Versorgern. Darüber hinaus sind sie auch von Netzentgelten und der Umlage nach Erneuerbare-Energien-Gesetz befreit. 

Union und SPD wollen den Anteil der Kraft-Wärme-Kopplung an der Stromerzeugung bis 2020 auf 25 Prozent steigern.

 
Redaktion
Keywords:
Kraft-Wärme-Kopplung | Brauereien | Energieeffizienz
Ressorts:
Markets

Neuen Kommentar schreiben

 

bizz energy – Sommer 2018

Die aktuelle Ausgabe gibt es ab sofort bei unserem Abonnentenservice unter bizzenergy@pressup.de sowie als E-Paper bei iKiosk oder Readly.

 
 

bizz energy Research

Welche Stellschrauben können Sie drehen, um Ihren Bestandswindpark zu optimieren?
Mithilfe des interaktiven Datentools von bizz energy Research sehen Sie die Effekte auf den Netto-Cashflow.


Link zum Cashflow-Rechner von bizz energy Research