BIZZ Exklusiv
18.03.2015

Die grüne Revolution geht weiter

foto: PR

Der niedrigere Ölpreis kann den Vormarsch der Erneuerbaren nicht aufhalten. Sinkende Kosten führen zu einem sich selbst verstärkenden Boom.

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Wirtschaftsfaktor Erneuerbare

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Politische Unterstützung ist wichtig. Doch die wahre Revolution hat sich in den Büros der Kaufleute, in den Fabriken und Forschungslaboren abgespielt. Die erneuerbaren Energien konnten in den vergangenen Jahren beweisen, dass die hochtrabenden Versprechen der Vergangenheit wahr werden: Ein Zyklus aus weiter sinkenden Kosten, dadurch steigenden Volumina und wiederum weiter sinkenden Kosten ist in Gang gekommen. Fatih Birol, Chefökonom und wohl bald neuer Chef der Internationalen Energie-Agentur (IEA), schätzt, dass von heute bis 2040 an gerechnet etwa die Hälfte der neuen Kraftwerkskapazität, die weltweit installiert wird, erneuerbare Energien nutzen. Der Grünstromanteil am Strommix steigt laut IEA-Schätzung von einem Fünftel auf ein Drittel. Laut Irena, der Internationalen Organisation für Erneuerbare Energien, könnte der Anteil sogar schon 2030 so hoch liegen.

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Doch selbst das gilt inzwischen als konservative Schätzung. Während sich Windindustrie, Wasserkraft und Biomasse in relativ stabilen Bahnen moderaten, aber deutlichen, Wachstums bewegen, ist die Solarwirtschaft die dynamische Unbekannte in den Prognosen der Institute. Eine großartige Zukunft sagen ihr nicht mehr nur umweltbewegte Idealisten vorher, sondern auch Banker, deren Werkzeug der digitale Rechenschieber ist. Vishal Shah, Analyst der Deutschen Bank, ist vom Siegeszug der Photovoltaikindustrie überzeugt und sorgt mit seinen Prognosen immer wieder für einen kleinen Auftrieb bei großen Solaraktien. Die Kosten für Solarsysteme, sagt Shah, könnten in den kommenden drei Jahren noch einmal um bis zu 15 Prozent jährlich sinken. Das Resultat: Die sogenannte Grid Parity würde in 50 bis 80 Prozent aller Länder erreicht, je nach Kostenreduktion und Entwicklung der Strompreise. Der Markt, in dem Photovoltaik konkurrenzfähig ist, würde von heute 140 Gigawatt an Installationen pro Jahr auf 260 Gigawatt im Jahr 2020 steigen.

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Keywords:
Erneuerbare | USA | Deutschland | Solaranlagen | Investments | Europäische Union | Indien | Japan | Schwellenländer | Energiewende
Ressorts:
Finance | Governance | Markets

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