BIZZ Exklusiv
18.03.2015

Die grüne Revolution geht weiter

foto: PR

Der niedrigere Ölpreis kann den Vormarsch der Erneuerbaren nicht aufhalten. Sinkende Kosten führen zu einem sich selbst verstärkenden Boom.

vorherige SeiteSeite 1Seite 2Seite 3Seite 4Seite 5

Der Trend zur dezentralen Energieversorgung 

Anzeige

Die sinkenden Kosten von Grünstrom schaffen neue Märkte. Statt auf große, zentralisisierte Systeme zu setzen, machen sich in Schwellenländern kleine Eigenversorgungsanlagen breit, oftmals ohne staatliche Förderung. Der Markt hat inzwischen eine Größenordnung erreicht, die das Interesse der internationalen Finanzelite weckt. Jüngst überraschte die Investment-Bank Goldman Sachs mit einem Report, der dem indischen Selbstversorger-Markt gewaltiges Potenzial bescheinigt. Bis 2018 werde der Markt auf 150 Millionen Dollar Umsatz anwachsen. Bis dahin könnten fünf Millionen Systeme zur netzunabhängigen Versorgung verkauft worden sein. Der klare Gewinner: Photovoltaik – die rund 80 Prozent der Systeme ausmachen werde.

Anzeige

Kann die deutsche Industrie an der großen Grünstrom-Party teilhaben? Wacker Chemie mit seiner starken Stellung bei der Siliziumproduktion ist inzwischen ein Sonderfall. Andere Teile der Wertschöpfung sind so gut wie vollständig verloren gegangen. Jüngst gab einer der letzten großen Hersteller mit hiesiger Solarzellen-Produktion, Hanwha Q-Cells, bekannt, die deutschen Fabriken zu schließen. Der Wechselrichterhersteller SMA, Weltmarktführer in Nöten, baut radikal Personal ab und schreibt Verluste. Hermann Falk vom BEE glaubt dennoch an eine positive Entwicklung: „Deutsche mittelständische Unternehmen sind weiterhin international gut aufgestellt und sehr stark in der Herstellung von Windkraft- und Biogasanlagen, bei Solar-Wechselrichtern, im Maschinenbau der Zulieferindustrie sowie in der intelligenten Vernetzung der einzelnen Komponenten.“

In den USA wird ein pathetischerer Ton bevorzugt. „Wir fürchten die Zukunft nicht, wir packen sie am Schopf, wir gestalten sie. Wenn wir jetzt alles richtig machen und eine Energiewende einleiten“, so US-Präsident Obama, „werden wir unseren Kindern ein besseres Amerika und eine bessere Zukunft hinterlassen.“

Ob der globale Triumphzug der erneuerbaren Energien aufzuhalten sein wird, ist nicht mehr die Frage. Sondern nur noch, wer ihn anführt.

Dies ist eine gekürzte Fassung. Den vollständigen Artikel finden Sie im aktuellen März-Heft von BIZZ energy today. 
Alle Ausgaben von BIZZ energy today gibt es u.a. bei unserem Abonnementservice unter Tel. 040 / 41 448 478.

 
Jakob Schlandt
vorherige SeiteSeite 1Seite 2Seite 3Seite 4Seite 5
Keywords:
Erneuerbare | USA | Deutschland | Solaranlagen | Investments | Europäische Union | Indien | Japan | Schwellenländer | Energiewende
Ressorts:
Finance | Governance | Markets

Neuen Kommentar schreiben

 

Newsletter bestellen – Wunschausgabe erhalten

Jetzt den wöchentlichen
Newsletter bizz energy weekly abonnieren
und eine Ausgabe
Ihrer Wahl kostenlos erhalten.

Hier geht es zur Aktion!

 
 

bizz energy Research

Energie, Digitalisierung und Mobilität.
Unsere Factsheets bieten visualisierte Daten, liefern Fakten und stellen Zusammenhänge zu den Top-Themen der Energiewende dar.


Mehr Informationen