Die Erneuerbaren haben derzeit einen 18-Prozent-Anteil am weltweiten Energiemix. Eine neue Studie mit dem Namen „Remap 2030“ erklärt eine Verdopplung dieses Anteils mit den heute verfügbaren Technologien für machbar. Herausgegeben wurde der Report jetzt von der Internationalen Erneuerbare-Energien-Agentur (IRENA), in der bereits 124 Staaten Mitglied sind.

Eine wichtige These darin: 26 Länder müssen mitmachen – die künftig großen Energieverbraucher, darunter China, die Vereinigten Staaten, Indien und Deutschland – und die von IRENA empfohlenen Maßnahmen umsetzen. So könnten diese Staaten die Produktion ihrer erneuerbaren Energie vervierfachen. Dann hätten Erneuerbare global einen Anteil von etwa 36 Prozent, was das Doppelte des aktuellen Werts wäre, so die Studie.

Wenn sich nichts ändert, steigt der Anteil bis 2030 nur um drei Prozent

Ginge der Ausbau allerdings so weiter wie bisher, dann steige der Erneuerbaren-Anteil bis 2030 gerade mal auf 21 Prozent, rechnet die Studie vor. Die Autoren empfehlen der Politik daher die Umsetzung von fünf Maßnahmen: angemessene staatliche Subventionsprogramme, eine Anpassung der Infrastruktur und der Netze, den Austausch von Wissen über Erneuerbaren-Technologien und -Kosten, die Schaffung eines günstigen Geschäftsumfeldes und verlässlicher Rahmenbedingungen für einen längeren Zeitraum sowie die Entwicklung nationaler Strategien zur Erreichung der Ziele.

Genaueres dazu kann der 52-seitigen Studie entnommen werden, die Sie hier als PDF abrufen können. Inwieweit sich die Staaten, insbesondere die Bundesregierung, daran orientieren werden, ist angesichts der aktuellen EEG-Debatte allerdings offen.

Eine Energiewende, viele Wege (Depositphotos)