Elektromobilität
10.01.2018

Drive Now baut elektrische Flotte aus

Foto: Drive Now

Der Carsharing-Dienst von BMW und Sixt ist weiter auf Expansionskurs. Hamburg wandelt sich zunehmend zum E-Auto-Standort.

Drive Now plant, seine Elektro-Flotte bis 2019 auf bis zu 550 Stromer auszubauen. Wie hoch die Steigerung genau ausfallen wird, macht der Carsharing-Anbieter von der Entwicklung der Ladeinfrastruktur abhängig. 2017 hatte der Drive Now die Zahl seiner E-Fahrzeuge in Hamburg von 70 auf mehr als 200 BMW i3 erhöht.

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Damit verringert das Unternehmen den Abstand zu den Wettbewerbern: Zuletzt hatte Drive Now einen Anteil von elf Prozent E-Autos an seiner Gesamtflotte, während dieser bei Car2go und Flinkster bei 14 und 15 Prozent lag. Dies zeigt eine Erhebung des Berliner Innovationszentrums für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) von November vergangenen Jahres.

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Ziel: Durchbruch der Elektromobilität

BMW hat mit der Hansestadt eine Absichtserklärung unterzeichnet, dessen Ziel der flächendeckende Durchbruch der Elektromobilität in der Stadt sein soll. Hamburg plant laut der Kooperationsvereinbarung, bis 2019 insgesamt gut 1.000 öffentliche Ladepunkte zu errichten und eigens Parkplätze für E-Fahrzeuge zu schaffen.

Das Beispiel Hamburg zeigt aus Sicht von Drive Now das Henne-Ei-Problem bei der E-Mobilität: „Die zuständigen staatlichen Stellen bauen die Ladeinfrastruktur nur schleppend aus, weil es zu wenige Elektroautos gibt“, sagt Sebastian Hofelich, einer der Geschäftsführer. „Auf der anderen Seite steigt die Anzahl der Stromer nur langsam, weil es mitunter an entsprechender Infrastruktur mangelt.“ Eine Lösung sei die Kooperation von Unternehmen und Kommunen wie in Hamburg.

Expansion in 13 europäische Städte

DriveNow steigerte seine Kundenzahl im vergangenen Jahr auf mehr als eine Million und eröffnete zwei neue Standorte in Helsinki und Lissabon. Damit ist der Carsharer nun in 13 europäischen Städten vertreten. In Helsinki kooperiert Drive Now dabei mit der OP Financial Group, dem größten Finanzdienstleister Finnlands. In Lissabon handelt es sich bei dem Franchise-Partner um den Autobahnbetreiber Brisa Group und seine Maut-Tochtergesellschaft Via Verde.

Das Ziel der beiden Städte sei, den Mobilitätsmix zu erweitern, den Verkehr zu beruhigen und gleichzeitig die Emissionen zu senken, so Drive Now. Für dieses Jahr plant Drive Now die Eröffnung weiterer Standorte in Europa.

Dem Unternehmen zufolge nutzen auch immer mehr ältere Menschen, Familien und Geschäftsreisende das Carsharing-Angebot. Anfangs seien die Kunden vor allem junge, trendbewusste und technologie-affine Menschen gewesen.

Lesen Sie auch: Städte zögerlich beim Carsharing
 

 

 

 

 

 

 

Jutta Maier
Keywords:
Elektromobilität | Verkehrswende | Carsharing
Ressorts:
Markets

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