Ab dem 2. Juli (Samstag) können Autokäufer die im April beschlossene Kaufprämie für E-Autos beantragen. Die entsprechende Förderrichtlinie wurde heute im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Förderfähig sind demnach alle unter das Elektromobilitätsgesetz fallende Modelle der Fahrzeugklassen N und M, also Klein- und Mittelklassewaagen sowie leichte Nutzfahrzeuge. Außerdem muss das Fahrzeug auf der vom BAFA veröffentlichten Liste mit insgesamt 58 Modellen stehen. Das Basismodell darf laut Listenpreis nicht mehr als 60.000 Euro kosten.

Entgegen der Erwartung hat es auch der mit Brennstoffzelle betriebene Hyundai Fuel Cell auf die BAFA-Liste geschafft. Das Modell kostet netto laut einem Hyundai-Sprecher 55.000 Euro - und liegt damit unterhalb der von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) festgesetzten Obergrenze. Der Bruttopreis ist auf der Hyundai-Webite mit 65.000 Euro angegeben. 

 

Kaufprämie auch für den Streetscooter 

Auch leichte Nutzfahrzeuge wie der von der Deutschen Post gebaute batteriebetriebene Streetscooter werden demnach mit 4.000 Euro bezuschusst. Kürzlich hatte Deutsche Post-Vorstandschef Frank Appel angekündigt, er wolle das elektrische Zustellfahrzeug auch öffentlichen und gewerblichen Kunden zum Kauf anbieten. Der Konzern hatte die als Start-up an der RWTH Aachen entstandene Firma 2014 gekauft. Die Kaufprämie könnte den Einstieg des Logistikriesen in den Automobilsektor beflügeln.

Elektroautos zum Preis eines besseren Rennrads wird es indes nicht geben. Mikro-Autos wie der als Quad zugelassene Twizy vom französischen Autobauer Renault sind aus dem Rennen. 

Der Industriegasekonzern Linde startet im Sommer mit dem Hyundai Fuel Cell in München ein Carsharing-Angebot. (Foto: Linde Group)