Erneuerbare Energien
28.06.2013

EEG-Umlage steigt weiter

Deutscher Bundestag/ Julia Kummerow
Die Bundesregierung will die Reform des EEG gleich nach der Bundestagswahl in Angriff nehmen.

Stromkunden müssen 2014 noch tiefer in die Tasche greifen: Medienberichten zufolge soll die Ökostrom-Umlage im kommenden Jahr nochmal um fast 25 Prozent nach oben schießen.

Die Bild-Zeitung (Freitagausgabe), die sich bei ihrem Bericht auf Informationen aus dem Umfeld der Bundesnetzagentur beruft, prognostiziert deutlich steigende Energiepreise für das kommende Jahr. So soll die Ökostrom-Umlage von derzeit 5,28 auf 6,5 Cent pro Kilowattstunde klettern. Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Michael Fuchs, bestätigte gegenüber der Bild, die Umlage werde „eher auf sieben als auf sechs Cent steigen“. Grund dafür sei der Ausbau von Solar- und Windkraftanlagen, der über die Umlagen nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) gefördert wird.

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Mit der erneuten Erhöhung der Umlage von drei Milliarden Euro würde die jährliche Förderung von erneuerbaren Energien 2014 auf rund 23 Milliarden Euro anwachsen.

Der steigende Strompreis infolge des Anstiegs der EEG-Umlage ist schon lange Zeit großer Streitpunkt in Deutschland. „Die Bundesregierung pocht auf eine Novelle beim EEG“, betont Bundeskanzlerin Angela Merkel. Und tatsächlich, die Parteien sind sich einig, dass das Gesetz zur Förderung von Ökostrom einer baldigen Generalüberholung bedarf. Über das Wie herrscht allerdings noch Disharmonie. Auch die Energieversorger fordern ein neues Strompreis-Modell, das die Kosten für den Bau neuer Wind- oder Solaranlagen gleichmäßig auf die Stromkunden verteilt.

TG
Keywords:
EEG-Umlage | Ökostrom | Strompreis
Ressorts:
Governance

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