Elektromobilität
20.05.2016

Elektrofahrzeug für unter 5.000 Euro?

Fotos: Renault
Der Twizy kommt sehr kompakt daher.
Update

Trotz Kaufprämie kosten E-Autos immer noch mindestens 15.000 Euro. Die Bundesregierung prüft allerdings, ob auch das Mikro-Car Twizy die Förderung erhält. Es würde dann so viel wie ein schickes Rennrad kosten.

Bisher gingen viele Experten davon aus, dass es für den Twizy keine Kaufprämie von 4.000 Euro gibt. Zugelassen ist das Leichtgewicht mit nur 18 PS nämlich nicht als Pkw, sondern als Quad nach der EG-Fahrzeugklasse L7e.

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Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums erklärte nun auf Anfrage von bizz energy, dass von der Kaufprämie alle elektrisch betriebenen, vierrädrigen Fahrzeuge erfasst werden, die unter die Definition des Elektromobilitätsgesetzes von Juni 2015 fallen. Darin werden ausdrücklich auch Quads genannt. Welche einzelnen Fahrzeugklassen betroffen sind, werde derzeit aber noch geprüft, schränkt das Ministerium ein. Eine endgültige Entscheidung über die Förderung des Twizy ist also noch nicht gefallen.

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Das Fahrzeug hat einen Listenpreis von 7.650 Euro, hinzu kommt eine fahrleistungsabhängige Batteriemiete in Höhe von 30 bis 70 Euro pro Monat. Mit Kaufprämie würde der Twizy also lediglich 3.650 Euro kosten. Fahrer müssen jedoch auf einigen Komfort verzichten, den sie von vollwertigen Autos gewohnt sind. Seitenscheiben gibt es nur als Nachrüstsatz und der 18-PS-Motor kommt lediglich auf eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h. Immerhin darf das Fahrzeug damit auf die Autobahn.

 

Update: Am 1. Juli 2016 wurde die Förderrichtlinie zur Kaufprämie im Bundesanzeiger veröffentlicht. Quads wie der Twizy werden demnach nicht mit der Prämie gefördert.

Manuel Berkel
Keywords:
Twizy | Elektroauto | Elektromobilität | Kaufprämie
Ressorts:

Kommentare

wie ist der aktuelle Informationsstand bzgl. der Förderung des TWIZZY?

Der Twizy wird nicht gefördert. Siehe dazu den neuen letzten Absatz im Artikel mit entsprechendem Link.

Dass der Twizy nicht mit der vollen Prämie gefördert wird, ist ggf. nachzuvollziehen. Dass jedoch ein Fahrzeug, dass nicht nur wegen seiner Sparsamkeit und seines geringen Materialeinsatzes generell umweltfreundlich, sondern wegen des leisen Antriebs und der bescheidenen Flächeninanspruchnahme auch besonders stadtfreundlich ist, überhaupt nicht gefördert wird, kann einfach nicht einleuchten.

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