Elektromobilität
13.02.2018

Blockchain soll Roller-Sharing einfacher machen

Foto: iStock
In Großstädten gehört das Sharing von Elektrorollern zunehmend zum Straßenbild.

Blockchain, Scooter-Sharing und Chatbots: Ein Projekt des Frankfurt School Blockchain Centers und des Automobilzulieferers Invers hat diese drei Technik-Trends zusammengeführt.

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„Der Prototyp soll zum Nachdenken über den Wandel anregen“, sagt Sandner. Man wolle die Menschen, die sich mit der Digitalisierung und der Blockchain-Technologie beschäftigen, mitnehmen und nicht nur Präsentationsfolien produzieren. Durch ein funktionierendes Produkt, das man ausprobieren könne, verstünden man besser was passiert.

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Urbaner Mobility Trend

Die Projekt-Initiatoren haben sich bewusst für E-Scooter entschieden: Fahrdienstanbieter wie Uber, Didi oder Mytaxi und Carsharing wie Car2Go, Maven und Drive Now haben in den vergangenen Jahren vor allem in den Städten die Art der Fortbewegung stark verändert, schreiben die Autoren in ihrem Arbeitspapier. Doch in den europäischen Wachstumsstatistiken führe vor allem ein Trend: das Teilen von Elektrorollern. Die Betreiber konnten ihre Flottengröße von 2.000 im Jahr 2016 auf über 8.000 im Jahr 2017 fast vervierfachen.

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Das Roller-Sharing hat nach Ansicht der Autoren in den Städten mehrere Vorteile: Mehr als 92 Prozent der geteilten Scooter seien elektrisch und damit umweltfreundlich, zudem einfach zu bedienen und zu parken. Sie verursachen weniger Staus, seien billig und machten Spaß beim Fahren.

Einige Kinderkrankheiten

Insgesamt attestieren die Entwickler des Prototyps der Blockchain-basierten Anwendung ein hohes Maß an Zuverlässigkeit – was aus ihrer Sicht unabdingbar für Mobilitätslösungen ist: Nutzer würden sich schließlich im Alltag darauf verlassen und die Dienstleistungen nur dann langfristig annehmen, wenn ihr Vertrauen nicht enttäuscht werde.

„Die Technologie funktioniert gut“, sagt Blockchain-Experte Sandner. Gebaut wurde das System in nur vier Wochen. Probleme gebe es noch bei den Transaktionskosten und der Geschwindigkeit. „Zum Beispiel benötigt die Verarbeitung von Transaktionen durchschnittlich 15 Sekunden auf dem Ethereum-Netzwerk“, schreiben die Autoren. Gebraucht würden in Zukunft auch eine Blockchain-basierte Fahrerlizenz und Blockchain-basierte Versicherungspläne. Man stehe hier noch am Anfang einer Entwicklung – mit allerdings hohem Wachstumspotenzial.

Lesen Sie auch: Blockchain - der Uber-Killer

Carsten Kloth
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Keywords:
Blockchain | Digitalisierung | E-Mobilität
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