Gasliefervertrag
12.07.2012

EnBW: Geheimnisvolle Verbindung

Der Versorger aus Karlsruhe gibt den Abschluss eines langfristigen Gasliefervertrages bekannt. Über den Vertragspartner schweigt sich EnBW allerdings aus.

Laut eigener Angaben schließt der Energieriese mit Wirkung zum Oktober 2012 einen Vertrag mit einem ausländischen Gaslieferanten ab. Wer der ominöse Gasproduzent ist, teilt das Unternehmen nicht mit. Die Financial Times Deutschland (FTD) will nun herausgefunden haben, dass es sich bei dem Vertragspartner um den zweitgrößten russischen Gaskonzern Novatek handelt.

Anzeige

Immerhin gibt EnBW einige Einzelheiten über die geschäftliche Verbindung preis: So beläuft sich der Vertrag, mit einer Mindestlaufzeit von zehn Jahren, auf ein Jahresvolumen von rund 21 Milliarden Kilowattstunden und 600 Millionen Euro jährlich.

Anzeige

„Mit dem Gasliefervertag optimieren wir unser Gasbezugsportfolio erheblich. Dies ist Voraussetzung dafür, dass wir künftig als unabhängiger Portfoliomanager selbst Angebote strukturieren und von einer verlängerten Wertschöpfungskette profitieren können", so Hans-Peter Villis, Noch-Vorstandsvorsitzender der EnBW.

Villis, dessen Vertrag im Herbst ausläuft, tritt seinen Chefsessel demnächst an den früheren Eon-Manager Frank Mastiaux ab. Der scheidende EnBW-Chef und Kernkraftfan stößt, seit dem Sieg der Grünen bei der Landtagswahl 2011 in Baden-Württemberg, auf wenig Gegenliebe seiner Landesregierung - und die hält immerhin 46 Prozent des Konzern-Kapitals.

Tina Gilic
Keywords:
Erdgas | EnBW
Ressorts:
Markets

Neuen Kommentar schreiben

 

Newsletter bestellen – Wunschausgabe erhalten

Jetzt den wöchentlichen
Newsletter bizz energy weekly abonnieren
und eine Ausgabe
Ihrer Wahl kostenlos erhalten.

Hier geht es zur Aktion!

 
 

bizz energy Research

Energie, Digitalisierung und Mobilität.
Unsere Factsheets bieten visualisierte Daten, liefern Fakten und stellen Zusammenhänge zu den Top-Themen der Energiewende dar.


Mehr Informationen