Der Karlsruher Energieversorger EnBW will bis Ende des Jahres seine anfallenden Kosten um 765 Millionen Euro jährlich senken und schließt dabei auch Personalabbau nicht aus.

Durch den Verkauf von Anteilen will EnBW Milliarden desinvestieren. „Grundsätzlich stehen alle Beteiligungen auf dem Prüfstand“, sagte EnBW-Chef Frank Mastiaux der Rheinischen Post am Montag.

Als Grund dafür gibt der Konzern weiter sinkende Margen bei konventionellen Kraftwerken und die Anforderungen des Konzern-Umbaus an – bis 2020 soll der Ökostrom-Anteil von jetzt 19 auf dann 40 Prozent erhöht werden.

„Wir werden im Jahr 2020 mit Erneuerbaren voraussichtlich mehr als doppelt so viel verdienen wie mit konventionellen Kraftwerken“, so Mastiaux.

Das Kernkraftwerk Philippsburg solle 2019 vom Netz gehen, das in Neckarwestheim 2022, so Mastiaux weiter. Voraussetzung sei aber eine anhaltende Wirtschaftlichkeit, da der Verfall der Börsenpreise auch die Margen der Kernkraftwerke drücke.