Das ist das Ergebnis einer ersten Schätzung der Internationalen Energieagentur (IEA). Ähnliche Entwicklungen hatte es seit Beginn der Aufzeichnungen vor vier Dekaden nur in Zeiten einer global schwachen Wirtschaft gegeben: In den 1980ern, 1992 und 2009.

Die CO₂-Emissionen durch die Verbrennung von Öl, Gas und Kohle lagen im vergangenen Jahr mit 32,2 Milliarden Tonnen weltweit auf dem Vorjahresniveau. Die Daten deuteten darauf hin, dass die Bemühungen zur Begrenzung der CO₂-Emissionen wirkungsvoller sind als bisher angenommen, heißt es in einer Erklärung der IEA. In den vergangenen zehn Jahren wurden pro Jahr durchschnittlich jeweils 2,4 Prozent mehr Schmutz-Gas in die Luft geblasen.

Einen Grund für die weltweit sinkenden Emissionen sieht die IEA in Chinas veränderter Energiepolitik. Das Reich der Mitte setzte zunehmend auf erneuerbare Energien und entkopple damit das ökonomische Wachstum vom CO₂-Ausstoß, analysiert die IEA. 

„Die Daten liefern den dringend benötigten Schwung für die Verhandlungen von Paris“, erklärte IEA-Chef Volkswirt Fatih Birol. In der französischen Hauptstadt soll im Dezember auf der UN-Konferenz ein Nachfolger für das KyotoProtokoll verabschiedet werden. Unter anderem sollen darin die Minderungszusagen beim Treibhausausstoß der Staaten geregelt sein.

(foto: deposit)