Auch an den Märkten herrschten zuletzt eher Zweifel an einer Trendwende. So schwächelte der Rohölpreis seit Mitte März und ist von deutlich über 40 Dollar auf unter 38 Dollar pro Fass der Sorte Brent zurückgefallen. Offenbar glauben die Marktakteure nun doch nicht daran, dass bei einem Treffen wichtiger Ölförderländer, das für den 17. April in Katar anberaumt ist, tatsächlich ein nennenswerter "output freeze", also eine Vereinbarung über Fördereinschränkungen, herauskommt. Zuletzt hatte dann die Nachricht, dass Russland im März ein 30-Jahres-Hoch bei der Ölproduktion erreichte, den Ölpreis wieder auf Talfahrt geschickt. 

Laut Ehrlich sind auch die für die deutsche Energiewirtschaft besonders relevanten Kohlepreise im März im Vergleich zum Vormonat leicht gestiegen. So legte der Preis für australische Importkohle um 1,7 Prozent zu, Kraftwerkskohle aus Südafrika kostete 2,3 Prozent mehr.

Auch die Strompreise im Großhandel, die stark von den Kohlepreisen beeinflusst werden, sind seit Mitte Februar etwas gestiegen, allerdings weiterhin auf extrem niedrigem Niveau. Für Elektrizität zur Lieferung im Jahr 2017 sind an der Strombörse EEX derzeit knapp 2,3 Cent pro Kilowattstunde fällig.

 

Ölförderung. (foto: pixabay)