Noch legt der Energieversorger ungeprüfte Zahlen vor. Demnach konnte Eon das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBITDA) von 9,3 Milliarden im Jahr 2011 auf 10,8 Milliarden im abgelaufenen Geschäftsjahr steigern, ein Plus von 16 Prozent. Der Konzern führt dies auf Einmaleffekte wie die neu ausgehandelten Gaslieferverträge mit Gazprom zurück. Bei diesen hatten die Russen deutlich von der Ölpreisbindung abgelassen. (Lesen Sie dazu das Interview mit Eon-Ruhrgas-Chef Klaus Schäfer). Insgesamt entspricht das Ergebnis den Prognosen.

Der Konzernüberschuss steigt laut Eon von 2,5 auf über vier Milliarden Euro. Den Aktionären will Eon eine Dividende von 1,10 Euro auszahlen. Die muss allerdings noch auf der Hauptversammlung im Mai abgesegnet werden.

Gaskraftwerke unrentabel

In diesem Jahr rechnet der Energieversorger wegen der schlechteren Bedingungen auf dem europäischen Energiemarkt mit einem niedrigeren Ergebnis. Der Konzern peilt ein operatives Ergebnis von 9,2 bis 9,8 Milliarden Euro an. Die mangelnde Profitabilität des Erzeugungsgeschäfts belaste das Ergebnis, so Eon. Gaskraftwerke seien derzeit nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben. Der Konzern schloss die Stilllegung von fossilen Kraftwerken nicht aus und forderte eine Prämie für die Vorhaltung von Erzeugungskapazitäten.

Eon-Chef Teyssen will die Konzernstrategie neu ausrichten. Der Energieversorger will in Zukunft im dezentralen Geschäft, bei den erneuerbaren Energien und auf außereuropäischen Märkten wie Russland und der Türkei stärker wachsen.