Zuweilen passt kein Blatt zwischen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihren Vize Sigmar Gabriel (SPD). „Für das Gelingen der Energiewende brauchen wir eine hohe Innovationsfähigkeit“ sagt die Kanzlerin und verweist darauf, dass sich Deutschland verpflichtet hat, drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Forschung und Entwicklung zu stecken. „Damit gehören wir in Europa zur Spitzengruppe“, betont Merkel. 

Auch für Wirtschaftsminister Gabriel sind die Ziele der Energiewende „nur mit Forschung und Innovationen“ zu erreichen. In der Tat werden Erfindungen und Weiterentwicklungen etwa bei Speichern und Netzmanagmentsystemen für die Reise in die neue Welt dringend benötigt. 

 

Gründerwelle rollt über die Energiebranche

Die Erneuerbaren erzeugen schon heute rund ein Drittel des Stroms, 2025 sollen es bis zu 45 Prozent sein. Auch im Verkehrsbereich soll der Durchbruch hin zu weniger Emissionen gelingen. Jenseits des Katzenjammers bei den angestammten Versorgern entsteht in Deutschland und Europa im Energiesektor gerade eine Gründerwelle. „Der Markt ist dynamisch und zieht viele Entrepreneure an“, hat Dirk Bessau beobachtet. Er leitet das Berliner Büro von KIC InnoEnergy, einem europäischen Start-up-Netzwerk, das im Oktober in Berlin einen Gründerkongress veranstaltet hat. Kleine Start-ups, häufig angetrieben von der Digitalisierung der Energiewelt, wollen die Probleme von heute und morgen lösen und wittern ihre große Chance. BIZZ energy today stellt drei Bereiche vor, in denen neue Geschäftsideen die Energiewelt verändern können – und müssen.

(foto: Eolos)