Bis 2030 könnten rund zehn Prozent des Energiebedarfs in den Golfstaaten aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden, der Anteil Erneuerbarer am Strommix könnte im gleichen Zeitraum sogar auf 25 Prozent steigen. Das ist das Ergebnis einer druckfrischen Studie der International Renewable Energy Agency (IRENA) und dem in Abu Dhabi ansässigen Masdar Institute of Science and Technology.

Laut Studienergebnis ergäbe sich dadurch ein Einsparpotenzial von jährlich 1,75 Milliarden Euro (1,9 Milliarden US-Dollar) bis 2030.

„Die Studie öffnet Politikern und Investoren die Augen“, sagt Fred Moavenzadeh, Präsident des Masdar Instituts. Die Zahlen böten eine objektive Investitionsgrundlage für Erneuerbaren-Projekte.

Bisher speist sich die Energieversorgung der Vereinigten Arabischen Emirate fast zu 100 Prozent aus Gas. Seit 2008 sind allerdings die Kosten für PV-Module um 80 Prozent gefallen; IRENA und das Masdar Institut prognostizieren eine Fortsetzung dieser Entwicklung.

Dagegen klettern die Kosten für Gasimporte in die Höhe. Von 2,5 US-Dollar im Jahr 2010 auf aktuell 6 bis 8 Dollar pro 1 mmBTU (= 1 million British thermal units; das entspricht rund 26 Kubikmeter Gas). Die nationale Gasproduktion liegt derzeit bei 10 bis 18 Dollar pro mmBTU. Laut Studie rechnet sich der Umstieg auf Erneuerbare bereits ab einem Gaspreis von 8 Dollar pro mmBTU. 


 

 
Dr. Thani Ahmad Al Zeyoudi (foto: IRENA)