Der Fachverband Biogas hofft beim neuem Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) auf offene Ohren beim Thema erneuerbares Erdgas zu stoßen. „Mit der Einspeisung von Biomethan und Wasserstoff beziehungsweise Methan aus Windstrom steht der Politik ein in Bezug auf Technologie und Kosten sicherer Weg zur Verfügung, der den Umstieg auf ein regeneratives Stromversorgungssystem heute umsetzbar macht“, sagt Claudius da Costa Gomez, Geschäftsführer des Fachverbands Biogas.

Die Aktivierung des Erdgasnetz als Speicher sei „einer der Schlüssel zur Realisierung der Energiewende in Deutschland“, so da Costa Gomez. Insgesamt verfügt das deutsche Erdgasnetz über ein Speichervolumen von 120 Terawattstunden elektrischer Energie. Das entspricht der deutschen Stromnachfrage von drei Monaten und könnte helfen die fluktuierende Stromerzeugung von Wind- und Sonnenstrom auszugleichen. So funktioniert die Technik: Durch Elektrolyse spaltet der Ökostrom Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff. Eine chemische Reaktion von Wasserstoff mit CO2 erzeugt sogenanntes erneuerbares Methan.

Damit Einspeiseanlagen für Biomethan und Wasserstoff aus der Elektrolyse von Windstrom schnell, wirtschaftlich und effizient ans Gasnetz gebracht werden können, lässt der Fachverband Biogas derzeit ein Konzept für ein „Erneuerbares Gas Einspeise- und Speichergesetz“ erarbeiten. Anschießend soll es dann weiter verfeinert werden, verspricht da Costa Gomez.

Eine Biogasanlage in Güterglück: Auch ein guter Stromspeicher. (RWE Innogy)