Stromspeicher
13.03.2018

Erster Spezialfonds für Energiespeicher geht an die Börse

Foto: Flickr/Portland General Electric
Batteriespeicher des Stromversorgers Portland General Electric in den USA

Die Finanzbranche reagiert auf das Marktwachstum bei Stromspeichern: Die britische Fondsgesellschaft Gore Street Capital bringt den ersten Fonds für Großbatterien an die Börse.

Investmentfonds, die das Geld ihrer Anleger in Umwelttechnik oder in grüne Energieerzeugung und -technologie stecken, gibt es bereits reichlich. Nun aber bringt die Londoner Gesellschaft Gore Street Capital den ersten Fonds für Batteriespeicher auf den Markt, wie die Finanznachrichtenagentur Bloomberg berichtet.

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Das Unternehmen wolle den Gore Street Energy Storage Fund in diesem Monat an die Londoner Börse bringen und damit rund 100 Millionen Britische Pfund (113 Millionen Euro) aufbringen. Der Fonds soll vor allem in Lithium-Ionen-Großbatterien in industriellem Maßstab investieren.

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Zielmarke ein Gigawatt

"Wir haben den Erstanbietervorteil und investieren in eine ertragreiche Anlageklasse, für die es wachsenden Bedarf gibt", wird Gore-Street-Chef Alex O'Cinneide von Bloomberg zitiert. Er rechne damit, dass die Bedeutung von Stromspeichern in der Energiewirtschaft weiter steige. Gore Street strebt nach O'Cinneides Worten eine Dividende von sieben Prozent an. Binnen 18 Monaten will das Unternehmen nun in 10 bis 13 Speicherprojekte mit einer Kapazität von einem Gigawatt in Großbritannien und 250 Megawatt im Ausland investiert haben.

Der japanische Elektronikkonzern NEC über seine Tochtergesellschaft NEC Energy Solutions und die japanische Ingenieurs- und Beratungsgesellschaft Nippon Koei haben bereits Anlagen in Höhe von 14 Millionen Pfund zugesagt. NEC bringt einen bereits bestehenden Batteriegroßspeicher mit sechs Megawatt Kapazität in Nordengland ein. Zum Portfolio wird außerdem eine vier Megawatt-Anlage in Wales gehören, die von Tesla betrieben wird.#

Speichermesse in Düsseldorf

Bei seinen geplanten Auslandsinvestments nimmt Gore Street Capital unter anderem Kalifornien in den Blick. Marktforscher sagen dem US-amerikanischen Markt für Stromspeicher eine steile Wachstumskurve voraus.

In Deutschland hat am 13. März die hiesige Leitmesse der Speicherbranche begonnen. Auf der Energy Storage Europe in Düsseldorf legte der Bundesverband Energiespeicher (BVES) neue Marktzahlen vor. Demnach erwirtschaftete die deutsche Speicherbranche im vergangenen Jahr einen Umsatz von 4,58 Milliarden Euro und rechnet für 2018 mit dem Überschreiten der Fünf-Milliarden-Euro-Marke.

Lesen Sie auch: Markt für Stromspeicher in den USA wächst stark

 

Christian Schaudwet
Keywords:
Stromspeicher | Lithium-Ionen-Batterie | Green Finance
Ressorts:

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