Emissionshandel
23.07.2012

EU-Kommission plant Verknappung der Zertifikate

EU-Kreisen zufolge will Klimakommissarin Hedegaard die Verschmutzungsrechte für CO2-Zertifikate reduzieren. Das Klimaschutzinstrument soll so reaktiviert werden – derzeit ist der Zertifikatspreis im Keller.

Die EU-Kommission plant eine Änderung für den Emissionshandel. Wie das Handelsblatt aus Kommissionskreisen berichtet, wird Klimakommissarin Connie Hedegaard am Mittwoch eine Erweiterung der Richtlinie vorschlagen. Die EU soll demnach in die nationale Lizenzvergabe der Verschmutzungsrechte eingreifen dürfen. Ziel sei es, Zertifikate zeitweise vom Markt zu nehmen, damit CO2-Zertifikate teurer werden. In den vergangenen Jahren ist der Preis von über 20 Euro auf unter 7 Euro pro Tonne CO2 gesunken. 13 Großunternehmen, darunter Eon, Shell und General Electric, stehen laut Handelsblatt hinter diesen Plänen, wie aus einem gemeinsamen Brief der Unternehmen an die EU hervorgeht.

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Im einem Interview mit der Zeit sprach sich Eon-Chef Johannes Teysson kürzlich für ein ehrgeiziges Klimaschutzziel aus: 50 Prozent weniger CO2-Emissionen bis 2030 gegenüber 1990. „Die anspruchsvolle Marke würde zu etwas höheren Zertifikatspreisen führen und den Emissionshandel wiederbeleben.“

Niels Hendrik Petersen
Keywords:
EU-Kommission | CO2 | Emissionshandel
Ressorts:
Governance

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