EU-Beihilfeleitlinien
10.04.2014

EU gibt Bundesregierung mehr Spielraum beim EEG

depositphotos
EU-Parlamentsgebäude

Mehr Industriezweige als bislang angenommen sollen in den Genuss von EEG-Rabatten kommen, gab die EU bekannt. Steigen dadurch die finanziellen Belastungen für alle anderen um weitere 2,5 Milliarden Euro an?

Die Beihilfeleitlinien der EU-Kommission gewähren der Industrie noch mehr Spielraum als bislang bekannt, meldet die Nachrichtenagentur Reuters. Nicht 65, sondern 68 Branchen sollen von der EEG-Umlage ausgenommen sein. Zudem haben die Mitgliedsländer ein Jahr länger Zeit, das Regelwerk umzusetzen: Die Übergangsfristen für die Industrie sollen nun bis 2019 gelten, ab dann müssen alle EU-Staaten ihre Beihilfen nach den Leitlinien ausgerichtet haben.

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In Deutschland zahlen die begünstigten Unternehmen 2014 rund 5,1 Milliarden Euro weniger für den Ausbau der erneuerbaren Energien, als sie bei einer vollen Beteiligung müssten – fehlendes Geld, das die EEG-Umlage für andere Stromverbraucher anschwellen lässt.

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2,5 Milliarden Euro Mehrkosten

Die neuen EU-Beihilfeleitlinien könnten mit einem Fehlbetrag von zusätzlichen bis zu 2,5 Milliarden Euro bei der EEG-Umlage zu Buche schlagen, berichtet Spiegel Online. Das Magazin beruft sich dabei auf eine Studie des Freiburger Öko-Instituts. Derzufolge würden sich die fehlenden Einnahmen aus der EEG-Umlage selbst bei einer sehr strengen Umsetzung der Leitlinien um 300 Millionen Euro erhöhen. 

Daniel Zugehör
Keywords:
EEG | Industrie-Rabatte | EEG-Umlage | EU-Kommission | energieintensive Industrie | erneuerbare Energien
Ressorts:
Finance | Governance

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