Elektromobilität
25.04.2018

EU investiert 29 Millionen Euro in Schnellladesäulen

Foto: Allego
Studie: So sollen die neuen multimodalen Ladepunkte aussehen.

Ziel des europäischen Projekts „Mega-E“ ist es, in 20 europäischen Staaten 322 Standorte mit ultraschnellen Ladesäulen aufzubauen. Initiator ist der niederländische Ladedienstleister Allego.

Die EU hat mit dem niederländischen Ladedienstleister Allego vereinbart, das Projekt „Mega-E“ („Metropolitan Greater Areas Electrified“) mit 29 Millionen Euro zu fördern. Das Ziel ist, in 20 Ländern insgesamt 322 Standorte mit ultraschnellen Ladesäulen aufzubauen. Dazu gehören auch 39 sogenannte Charging Hubs, an denen mehrere Ladestandards kombiniert werden. Diese will Allego in mindestens zehn europäischen Metropolen errichten. Allego-Chefin Anja van Niersen nannte die Vereinbarung mit der EU-Kommission einen „weiteren Meilenstein unserer E-Mobilitätsoffensive in Europa“.

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Die neuen Ladesäulen werden eine Leistung von bis zu 350 Kilowatt (kW) haben, wodurch sich die Ladezeiten deutlich verkürzen sollen. Davon profitieren werden aber erst die Besitzer der nächsten Generation von Elektrofahrzeugen: Momentan gibt es noch keine Modelle, die sich damit laden ließen. Die multimodalen Charging-Hubs werden an Park-and-Ride-Standorten sowie Bahn- und Busbahnhöfen errichtet. Dort soll dann sowohl ultraschnelles als auch langsames Laden von E-Taxis oder E-Bussen, von Carsharing-Fahrzeugen sowie E-Logistik am selben Ort möglich sein.

Weitere Partner gesucht

Die ersten Standorte errichtet Allego mit lokalen und internationalen Partnern von Juni an. Allego sucht zudem noch nach weiteren Städten und Unternehmen, die sich als Partner beteiligen wollen. Los geht es in Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Lettland, Litauen, Luxemburg, den Niederlanden, Polen, Schweden und Großbritannien. Durch offene Standards und ein interoperables Ladenetzwerk will Allego   dem Problem von unterschiedlichen regionalen Standards in Europa begegnen.

Das Projekt Mega-E wurde 2009 von der EU entwickelt. Ursprünglich war auch der finnische Energiekonzern Fortum mit seiner Sparte Charge&Drive an Bord gewesen, er ist inzwischen jedoch ausgestiegen. Allego teilte auf Anfrage mit, dass dies keine negativen Auswirkungen auf das Projekt habe. Man sei im Gespräch mit bestehenden und neuen Partnern. Außerdem verhandelt der Ladedienstleister momentan mit mehreren Anbietern, die die Hardware – also die Ladesäulen – liefern sollen.

Lesen Sie auch: Elektromobilität – "Es ist nicht damit getan, eine Ladesäule aufzustellen"

Jutta Maier
Keywords:
Elektromobilität | Ladeinfrastruktur | EU | Schnellladepunkte | Ladesäulen
Ressorts:
Technology | Markets

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