Gazprom
05.09.2012

EU leitet Kartellverfahren ein

Die EU-Kommission geht gegen die Monopolstellung des russischen Energieriesen Gazprom bei den Gaslieferungen nach Europa vor. Dem Konzern drohen Bußgelder in Milliardenhöhe.

Grund für das gestern eingeleitete Verfahren seien „Bedenken, dass Gazprom seine beherrschende Marktposition bei der Gasversorgung von EU-Staaten in Zentral- und Osteuropa missbraucht", so die offizielle Stellungnahme der EU-Kommission. Bereits im September vergangenen Jahres hatte die Kommission Razzien unter anderem bei Handelspartnern von Gazprom wie Eon und RWE durchgeführt.

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Nach Einsicht der damals sichergestellten Unterlagen besteht bei der EU-Kommission weiter der Verdacht, dass die Russen den freien Gashandel verhindern. Außerdem zwinge der Konzern seinen Kunden unfaire, weil an den Ölpreis gekoppelte, Gaspreise auf, schreibt die Behörde. Gazprom verstoße damit gegen EU-Wettbewerbsrecht. Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, drohen dem Konzern Bußgelder in Milliardenhöhe.

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Wann das Verfahren zu einem Abschluss kommt, ist offen. Die Dauer sei von vielen Faktoren abhängig, so etwa von der Komplexität des Falles und der Bereitschaft des beteiligten Unternehmens, mit der Kommission zusammenzuarbeiten.

Daniel Seeger
Keywords:
Energiepolitik | Erdgas | EU-Kommission | Gazprom | Rohstoffe | Energie | Energiehandel
Ressorts:
Governance

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