Mobilität
01.02.2017

EU-Neuzulassungen: E-Mobilität kommt nicht vom Fleck

Foto: istockphotos/joel-t

E-Fahrzeuge sind in Europa nicht gefragt, wie die neuen Zulassungszahlen des Branchenverbands Acea zeigen. 

Trotz Diesel-Skandal komme alternative Antriebe nicht vom Fleck. Europaweit wurden im letzten Quartal 2016 rund 168.000 Fahrzeuge mit solchen Antrieben neu zugelassen. Das ist ein Plus um 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie aus dem am Donnerstag vom europäischen Branchenverband ACEA in Brüssel veröffentlichten Bericht hervorgeht.

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Während der Absatz von Hybridfahrzeugen zwar zulegte, brachen die Zulassungszahlen von reinen Stromern und Plug-In-Hybriden ein. Europaweit fuhren mit 49.500 rund 16,5 Prozent weniger elektrische Autos neu auf die Straße als im Vorjahr. Damals sei der Absatz allerdings besonders hoch gewesen, betont der Branchenverband. Bei den Hybriden verzeichnet der ACEA mit 76.930 Neuzulassungen indes ein Plus von rund 25 Prozent.

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In Deutschland brach der Markt mit E-Fahrzeugen mit 8.087 verkauften Autos um 6,1 Porzent im Vergleich zum Vorjahr ein. Zwar haben Plug-In-Hypride zugelegt. Mit 4.349 verkauften Fahrzeugen verzeichnen sie ein Plus von 21 Prozent. Der Absatz von reinen Stromern brach indes um 25 Prozent auf  3.732 verkaufte Modelle ein.

Plug-In-Hybride verfügen neben einem Stecker über einen zusätzlichen Verbrennungsmotor. Der große Vorteil dieser Modelle: Mit ihnen haben Autofahrer keine Reichweitenangst.
Außerdem können die Plug-In-Hybride mit der seit Mai gewährten Kaufprämie bei den Kosten punkten.

 

ADAC-Studie: Kostenvorteil für Plug-In-Hybride

Das legt zumindest eine am Dienstag vom ADAC veröffentlichte Studie nahe.
Hybrid-Fahrzeuge schlagen beim Kostenvergleich des Automobilclubs überraschend gut ab. Nach den ADAC-Berechnungen sind die Hälfte der verglichenen Fahrzeuge bei fünfjähriger Haltedauer und 15.000 Kilometern jährlicher Laufleitung kostengünstiger als der entsprechende Benziner oder Diesel. Demnach kostet ein VW Golf GTE mit Plug-in-Hybridtechnik seinen Käufer dann 48,9 Cent pro Kilometer – im Vergleich zu 51,1 Cent für einen Benziner. Berücksichtigt werden laut ADAC unter anderem Kaufpreis, Wertverlust, Betriebskosten, Steuern und Versicherung.

Der Kauf eines Elektroautos lohnt sich hingegen laut ADAC trotz Kaufprämie finanziell nur selten. Nur wenige Modelle sind preislich mit denen konventioneller Antriebe oder von Plug-In-Hybriden vergleichbar. Das liege vor allem an dem sehr hohen Kaufpreis. Der strombetriebene VW e-Up schlägt mit mehr als 26.000 Euro zu Buche. Damit kostet er knapp doppelt so viel wie der vergleichbare Benziner.

Bei seinen Berechnungen legt der ADAC allerdings die Normverbräuche der Hersteller zugrunde. Bei Plug-in-Hybrid-Modellen gelten diese als unrealistisch. Damit dürfte deren Kostenvorteil in der Praxis deutlich geringer ausfallen.

Seit Mai 2016 können Autokäufer in Deutschland beim Kauf eines reinen Stromers eine Prämie von 4.000 Euro beantragen, für ein Plug-In-Fahrzeug gibt es einen Zuschuss in Höhe von 3.000 Euro. Damit will Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) den Absatz der Stromer ankurbeln. Zum Start der Prämie erwartete die Bundesregierung, damit den Kauf von mindestens 300.000 E-Fahrzeugen anschieben zu können.

Jana Kugoth
Keywords:
Elektromobilität | Europa | Deutschland | Neuzulassungen | ACEA
Ressorts:
Markets

Kommentare

...die Plug-In-Hybride ganz ohne zu Schämen als Elektroautos zu bezeichnen, denn der Michel glaubt den Unsinn auch noch.

Ich sehe fast täglich wie die PHEVs wie eine Plag-E die Ladestationen der Elektroautos zuparken und genüsslich an diesen in der Innenstadt der Arbeitstag verbringen.

Aber was Anderes als Agressionen gegen die Emobilität zu schüren war von Mutti nicht geplant, schliesslich muss sie Zetsche & Co zuspielen für die Feinstaub nur ein Hirngespinst ist und die keine Enkel haben.

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