Die Nutzung erneuerbarer Energien ist in den vergangenen zehn Jahren in allen 28 Staaten der Europäischen Union gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, erhöhte sich im EU-Durchschnitt ihr Anteil am Bruttoendenergieverbrauch zwischen 2007 und 2017 um rund 7 Punkte auf 17,5 Prozent. Der Bruttoendenergieverbrauch setzt sich aus Energieprodukten wie Strom, Öl und Gas zusammen, die der Industrie, dem Verkehrssektor, Haushalten, und dem Dienstleistungssektor geliefert werden.

Die Vorreiter der Energiewende sind der Bonner Behörde zufolge dabei in Nordeuropa zu finden: Schweden deckte 2017 bereits 54,5 Prozent des Bruttoendenergieverbrauchs aus erneuerbaren Energien. Das entsprach einem Anstieg von rund 10 Prozentpunkten gegenüber 2007. Hohe Anteile verzeichneten 2017 auch Finnland und Dänemark. Deutschland erhöhte den Anteil erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch zwischen 2007 und 2017 von 10 auf 15,5 Prozent.

Deutschland spart wenig CO2

In einigen Ländern wurden die Kapazitäten in den vergangenen Jahren nur gering ausgebaut. Wenig genutzt wurden regenerative Energiequellen 2017 mit jeweils rund 6 Prozent beispielsweise in Luxemburg und den Niederlanden. Die EU will im Rahmen ihrer Klima- und Energiepolitik den Anteil erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch bis 2020 auf 20 und bis 2030 auf mindestens 27 Prozent steigern.

Durch die zunehmende Nutzung erneuerbarer Energiequellen können fossile Brennstoffe eingespart und Treibhausgase verringert werden. Demnach konnten alle EU-Staaten ihre CO2-Emissionen zwischen 2007 und 2016 zurückfahren. Im EU-Durchschnitt sanken die Emissionen um 16 Prozent. In Deutschland fiel der Rückgang im gleichen Zeitraum mit 6 Prozent deutlich geringer aus.

Lesen Sie auch: Ausbau der Erneuerbaren lässt Trump ins Leere laufen

Lesen Sie auch: EU fasst weitreichende Beschlüsse für Klimaschutz

Die Nutzung erneuerbarer Energien nimmt in der gesamten Europäischen Union zu. (Foto: iStock)