Klimaschutz
31.10.2012

EU will CO2-Zertifikate verknappen

Foto: StockMax | Portfolio

Die EU-Kommission reagiert auf das Überangebot an Emissionszertifikaten. Nach ihrem Willen sollen künftig weniger Zertifikate im Umlauf sein. Betreiber von Gaskraftwerken könnten davon profitieren.

Ab Januar 2013 beginnt in der EU die neue Handelsperiode für CO2-Zertifikate. Der Handel mit den Verschmutuzngsrechten soll zu mehr Klimaschutz führen, denn erstmals bekommt der Ausstoß von CO2 einen Preis. Allerdings sind zu viele Zertifikate im Umlauf, so dass es für die Industrie wenig Anreize gibt, Kohlendioxid (CO2) einzusparen. Der Preis für die Tonne CO2 ist in den letzten zwei Jahren um fast 50 Prozent gesunken und notierte zuletzt an der Strombörse EEX bei 8 Euro.

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Die EU-Kommission schlägt nun vor, dauerhaft 1,5 bis 2 Milliarden CO2-Zertifikate aus dem Markt zu nehmen. Die Mitgliedsstaaten könnten nach ihrer Ansicht davon profitieren, denn eine Verknappung würde den Preis für die Zertifikate erhöhen. Die Erlöse aus dem Verkauf kommen den einzelnen EU-Staaten zugute. Im kommenden Jahr soll über die Pläne entschieden werden.

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Energieversorger wie Eon sprechen sich schon länger für eine Reform des Emissionshandels aus - aus eigenem Interesse. Wegen des aktuell niedrigen CO2-Preises rechnet sich der Betrieb von vielen Gaskraftwerken kaum noch. Sie werden unter anderem von Braunkohlekraftwerken aus dem Markt gedrängt, die höhere Emissionen, aber niedrigere Fixkosten haben. Markbeobachter sind sich sicher: Ein höherer CO2-Preis würde Gaskraftwerke wettbewerbsfähiger machen.

 

 

 

 

Karsten Wiedemann
Keywords:
Emissionshandel | EU-Kommission | CO2 | Klimaschutz
Ressorts:
Governance

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