Mit der Verschiebung der Auktion will die EU dem Preisverfall bei den Zertikaten entgegenwirken. Wegen des schwachen Wirtschaftswachstums in der EU war der Preis für eine Tonne Kohlendioxid (CO2) zuletzt unter fünf Euro gefallen. Betreiber von vergleichsweise emissionsarmen Gaskraftwerken haben aus diesem Grund derzeit keine Chance am Markt, weil die klimaschädlichen Kolhlekraftwerke deutlich billiger produzieren können. 

Ursprünglich sollten die zusätzlichen Emissionsrechte bis spätestens 2016 auf den Markt kommen. Nächste Woche entscheidet der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments darüber, ob der Verkauf von Emissionsrechten für 900 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid (CO2) auf die Jahre 2019 und 2020 verlegt werden soll.

Entscheidet sich der Ausschuss des Parlaments gegen den Vorschlag der Kommission, sei nicht nur das Überleben des europäischen Emissionshandels-Systems (ETS) an sich gefährdet, so der Economist. Auch die Chancen für einen weltweiten CO2-Handel ständen auf dem Spiel. 

 

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