Förderung
22.09.2016

Förderbank startet Speicheroffensive

Grafik: Carsten Raffel / Greenpeace Energy eG
Bei der Power-to-Gas-Technologie wird Ökostrom in Form von Wasserstoff oder Methan gespeichert.

Die staatliche KfW-Bank weitet ihre Finanzierungszuschüsse für die Energiewende deutlich aus. Davon profitieren Betriebe, die in Lastmanagement, Smart Meter oder Power-to-Gas-Anlagen investieren.

 

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Ab dem 18. November werden in dem viel genutzten Programm „Erneuerbare Energien – Standard“ auch Maßnahmen zur Flexibilisierung von Stromangebot und –nachfrage sowie zur Digitalisierung der Energiewende finanziert, heißt es in einer Mitteilung der KfW an Kreditinstitute. Im vergangenen Jahr hat die staatliche Förderbank zinsverbilligte Kredite in einem Umfang von 4,5 Milliarden Euro für erneuerbare Energien vergeben. Bisher wurden damit vor allem Investitionen in die reine Erzeugung von Strom oder Wärme bezuschusst.

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Mit der Erweiterung des Programms folgt die KfW der Notwendigkeit, Erzeuger und Verbraucher systematischer miteinander zu vernetzen. Ausgeweitet wird vor allem die Speicherförderung. Bisher wurden nur große Batterien bezuschusst, die beispielsweise Solarstrom speichern oder zur Netzstabilisierung dienen. Künftig fördert die Kreditanstalt Investitionen in sämtliche Formen von Speichern und nennt ausdrücklich auch Technologien, bei denen Strom zur Wärmeerzeugung genutzt wird (Power-to-Heat) oder in die Produktion von Kraftstoffen (Power-to-Liquid) oder Gasen (Power-to-Gas) fließt. Von dieser Neuausrichtung profitieren vor allem Energieunternehmen aber beispielsweise auch Automobilkonzerne, die in Power-to-X-Projekte einsteigen.

 

Erneuerbare werden flexibler

Industriebetriebe können sich von der KfW ab Mitte November auch Smart Meter bezuschussen lassen sowie die dazu passende Mess- und Steuerungstechnik, um ihren Energieverbrauch flexibler an das Stromangebot anzupassen. Ergänzend zum Lastmanagement sind auch Wärme- und Kältespeicher förderfähig.

Betreiber von Erneuerbaren-Anlagen können dank der neuen Förderbedingungen Nachrüstungen bezuschussen lassen, die einer flexibleren Stromerzeugung dienen. Das betrifft beispielsweise Betreiber von Biogasanlagen, die sich einen größeren Gasspeicher zulegen wollen.

Für Verbraucher, die über einen günstigen KfW-Kredit eine Photovoltaik-Anlage finanzieren wollen, gibt es nur Detail-Verbesserungen. Sie müssen die Förderung beispielsweise nicht mehr schon vor dem Kauf beantragen, sondern haben künftig bis zu ein Jahr nach Inbetriebnahme Zeit.

Manuel Berkel
Keywords:
KfW | Power-to-gas | Power-to-Heat | Power-to-Liquid | Energiespeicher | Smart Grid | Smart Meter
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