Krim-Krise
13.03.2014

Förderkonzerne fürchten um Lizenzen

Depositphotos

Große Konzerne wie Shell und Exxon hatten sich bei der Ukraine zwar die Gas- und Öl-Förderrechte vor der Krim-Küste bereits gesichert. Der Konflikt auf der Halbinsel könnte die Lizenzen jedoch ungültig machen, wenn sich die Bevölkerung am 16. März für einen Anschluss an Russland entscheidet.

Rund 735 Millionen US-Dollar plant eine Gruppe um Exxon Mobil und Royal Dutch Shell in die Erkundung von Öl- und Gasfeldern im Schwarzen Meer zu investieren, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg.

Anzeige

Zwei Bohrbrunnen sollten 80 Kilometer vor der Südwest-Küste der Krim entstehen. Jetzt müssen die Öl-Konzerne ihre Pläne womöglich begraben, sollte sich die Krim von der Ukraine lossagen – ihre Lizenzen könnten dann nämlich ungültig werden. Denn noch ist unklar, ob die Regierung in Kiew weiterhin Förderlizenzen für die umstrittene Region vergeben darf.

Anzeige

„Exxon und Shell sind jetzt in einer juristischen Schwebe“, sagte Chris Weafer von der russischen Wirtschaftsberatungsfirma Makro Advisory in Moskau. Diese Unternehmen hätten sich ein Explorationsabkommen mit einer Regierung gesichert, „die bald nicht mehr über die Gerichtsbarkeit in der Region verfügt“.

Die Ukraine möchte sich durch die Förderung der Gas- und Öl-Vorkommen im Schwarzen Meer unabhängiger machen – mehr als 50 Prozent der fossilen Brennstoffe werden aus Russland importiert.

Daniel Zugehör
Keywords:
Exxon | Shell | OMV | Krim | Ukraine | Russland
Ressorts:
Governance | Markets

Neuen Kommentar schreiben

 

Newsletter bestellen – Wunschausgabe erhalten

Jetzt den wöchentlichen
Newsletter bizz energy weekly abonnieren
und eine Ausgabe
Ihrer Wahl kostenlos erhalten.

Hier geht es zur Aktion!

 
 

bizz energy Research

Energie, Digitalisierung und Mobilität.
Unsere Factsheets bieten visualisierte Daten, liefern Fakten und stellen Zusammenhänge zu den Top-Themen der Energiewende dar.


Mehr Informationen