Frage des Monats
21.03.2016

"Für den Ausbau der Wasserstoffmobilität arbeiten alle zusammen“

foto: Shell
Shell-Deutschland-Chef Stijn van Els.

"Kommt die Wasserstoff-Wirtschaft?“, lautet im März die Frage des Monats von bizz energy. Topmanager und Wissenschaftler haben geantwortet. Lesen Sie hier die Antwort von Stijn Van Els, Geschäftsführer von Shell Deutschland.

 

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Kommt die Wasserstoff-Wirtschaft? Was für eine Frage …  Sie ist schon da; und sie wird dazu beitragen, dass Deutschland seine Klimaziele im Mobilitätsbereich erreichen kann. Die Autohersteller haben erste Fahrzeuge entwickelt und auf den Markt gebracht. Auch auf Tankstellenseite geht es voran: Nachdem mehrere Unternehmen – darunter Shell – erste H2-Stationen errichtet haben, wird das Netz auf bald 100 und bis 2023 auf 400 Stationen bundesweit vergrößert. Brennstoffzellen-Fahrzeuge bieten eine Reihe von Vorzügen: Ihr Betrieb ist lokal emissionsfrei, und sie tragen erheblich zur Minderung von CO2-Emissionen bei – sofern der Wasserstoff aus erneuerbaren Energien erzeugt wird. Ihre Reichweite beträgt derzeit 500 bis 600 Kilometer pro Tankfüllung, Autofahrer können ihre Pkw schnell und bequem auftanken. Für den Ausbau der Wasserstoff-Mobilität arbeiten alle Beteiligten zusammen: Die Energieunternehmen stellen Wasserstoff,  Tankstellen und Logistik und die Pkw-Hersteller weitere Fahrzeuge bereit. Die Bundesregierung muss den Ausbau der Infrastruktur weiter unterstützen. Und ich bin sicher, dass die Vorzüge der Brennstoffzellen-Fahrzeuge – sauber und bequem – auch den Autofahrer überzeugen werden.

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Stijn van Els
Keywords:
Wasserstoff | Shell | Autohersteller | Brennstoffzelle | Mobilität | Pkw
Ressorts:
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Kommentare

Herrn Prof.Dudenhöfer ist absolut mit seiner Sichtweise zur Waserstoffmobilität zu folgen.
Dazu kommt die Energiebilanz des verdichteten oder komprimierten Wasserstoffs. Im günstigsten Fall wird er komprimiert, dann aber auf 700 - 800 bar, um überhaupt eine respektable Energiedichte zu erreichen. Soll verflüssigt werden, das ist die eigentliche Möglichkeit einer flächendeckenden Anwendung (im anderen Fall müßten überall H2 - Leitungen liefen) wird die Energiebilanz - vorsichtig gesagt - unansehnlich.
Das nächste ist das Handling mit H2. Wasserstoff verbrennt mit einer sehr heißen und unsichtbaren Flamme, ist selbstentzündend und daher extrem gefährlich. Die kleinste Undichtigkeit am System hätte einen Ausbrand zur Folge, im Fahrzeug wie an der Tankstelle. Das Szenarium sollte man sich gar nicht erst vorstellen.
Gas to power ist unwirtschaftlich, die Einspeisung von H2 in die Gasleitung sieht gut aus, nur exterm begrenzt, da dadurch die kalorischen Werte des Erdgases geändert werden. Man müßte entweder konstant einspeisen, da der Wind volatil ist, müßte gespeichert/komprimiert werden, das ist energieintensiv. Eine andere Möglichkeit sehe ich nicht.
Das nächste ist die verfügbare Technologie für die Kompression bzw. Verflüssigung. Diese ist wegen der geringen Größe der H2 - Moleküle exterm teuer. Die Standzeit ist gering, sod ass die Betriebskosten einen sehr hohen Prozentsatz von den Investitionskosten betragen (Schätzungsweise über 10%). Aus vorangegangen Gründen werden hier nicht zielführende Forschungsinvestitionen verbraucht.

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