Offshore-Windenergie
08.02.2013

Finanzierung für Butendiek steht

EnBW, Matthias Ibeler
EnBW Baltic 1 speist in der Ostsee bereits Strom ins Netz.

Ein hoffnungsfrohes Zeichen für die deutsche Offshore-Branche: Die Betreiber des Nordsee-Windparks Butendiek haben das nötige Kapital von über einer Milliarde Euro eingesammelt. Ab 2015 soll der Park 370.000 Haushalte mit Ökostrom versorgen.

Die Verträge zur Finanzierung des Nordsee-Windparks Butendiek, gut 32 Kilometer vor der Insel Sylt, sind unterzeichnet. Der Park soll mit 80 Turbinen über eine Gesamtleistung von 288 Megawatt  verfügen  genug um 370.000 Haushalte pro Jahr mit Strom zu versorgen. Insgesamt soll der Park circa 1,3 Milliarden Euro kosten. Die wesentlichen Komponenten werden im Laufe dieses Jahres produziert. Im Frühjahr 2014 soll die Installation auf hoher See beginnen. Betreiber und Projektierer des Parks ist die WPD-Gruppe mit Sitz in Bremen. „Butendiek ist mit seinen günstigen Voraussetzungen in Bezug auf Windvorkommen, Wassertiefe und Küstenentfernung eines der attraktivsten Offshore-Windprojekte in der deutschen Nordsee“, sagte WPD Offshore-Geschäftsführer Achim Berge. 

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Denn die Wassertiefe ist mit 19 bis 22 Metern relativ gering und die Bodenverhältnisse gelten als relativ gut. Der erste Strom soll im Jahr 2015 fließen.

Neben Projektierer WPD gehören der Marguerite Fund, Siemens Financial Services, Industriens Pension und PKA zu den Investoren. Insgesamt beläuft sind die Kreditsumme auf 940 Millionen Euro. Mit 450 Millionen Euro steuert die Europäische Investitionsbank knapp die Hälfte dazu bei. Anfang Januar hatte das Institut bereits eine Finanzierung von einer halben Milliarde Euro für das Offshore-Projekt Baltic I in der Ostsee bewilligt.

Ein positives Zeichen für die deutsche Branche

WPD-Vorstand Gernot Blanke bezeichnete die erfolgreiche Finanzierung des Projekts als „ein wichtiges Zeichen für den deutschen Offshore-Markt“. Denn bisher speisen nur zwei Windparks auf hoher See Strom ein: Der Pilotpark Alpha-Ventus in der Nordsee und das EnBW-Projekt Baltic 1 in der Ostsee. 

Die Bundesregierung hat allerdings eine Kapazität von zehn Gigawatt installierter Leistung auf hoher See bis zum Jahr 2020 als Zielmarke festgesetzt. Davon ist die Branche hierzulande aber weit entfernt. In Deutschland befinden sich von 31 genehmigten Offshore-Windparks gerade einmal sechs im Bau – im europäischen Vergleich droht man den Anschluss zu verlieren.

Niels Hendrik Petersen
Keywords:
Offshore Windenergie | Butendiek | WPD | Projektfinanzierung | Finanzierung
Ressorts:
Finance | Markets

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