In einer neuen Analyse bewertet das Londoner Wirtschaftsberatungsunternehmen Ernst and Young die Anstrengungen der britischen Regierung beim Ausbau erneuerbarer Energien kritisch, wie Renewable Energy World berichtet. Zwar dürften die politischen Ankündigungen im Sommer im Erneuerbaren-Sektor die Aussichten verbessert und zu mehr Aktivitäten geführt haben, sagen die Analysten. „Das reicht aber nicht aus, um Investitionen auf lange Sicht anzureizen.“ 

Die britische Regierung will mit einem neuen Vergütungsmodell grünen Strom förden sowie die jüngst gegründete Green Investment Bank mit einer Milliarde Euro an zusätzlichem Kapital ausstatten. Zu wenig, finden die Berater von Ernst and Young. Sie fordern eine grundsätzliche Reform des Energiemarktes. „Was wir erleben ist nichts weiter als Einzelmaßnahmen, die bereits viel zu lange hinausgezögert worden waren“, sagte Ben Warren, Environmental Finance Leader bei Ernst and Young. Jetzt müsse das Stückwerk zu einem großen Ganzen ausgearbeitet werden, um Investitionen zu sichern. 

Ernst and Young kritisiert außerdem, dass Biomasse-Anlagen relativ wenig vom neuen Vergütungsmodell profitieren  – im Gegensatz zu Offshore-Anlagen. 

 

(depositphotos; Shaun Wilkinson)