Hausbesitzer können ab Dienstag einen Zuschuss für den Einbau einer Elektroauto-Ladestation bei der staatlichen Förderbank KfW beantragen. Für Kauf, Einbau und Anschluss können sie pro Ladepunkt 900 Euro Förderung erhalten, wie die KfW mitteilte. Allerdings muss "der für den Ladevorgang genutzte Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien" stammen. Das könne über die eigene Photovoltaik-Anlage oder über einen entsprechenden Stromliefervertrag geschehen.

Weiter schreibt die KfW vor, dass die Wallboxen mit einer Leistung von 11 Kilowatt laden müssen sowie über eine intelligente Steuerung verfügen müssen. Über die Kriterien und eine Liste förderfähiger Boxen informiert die KfW auf ihrer Website.  Die Installation der Wallbox muss in jedem Fall durch einen Fachelektriker erfolgen. Der Zuschuss müsse über das entsprechende Zuschussportal der Kfw beantragt werden.

"Ziel der Förderung ist es, Privatpersonen zu motivieren, auf elektrisch betriebene Fahrzeuge umzusteigen und hierfür eine ausreichende Ladeinfrastruktur im privaten Bereich zu schaffen", erklärt die KfW weiter. Antragsberechtigt seien Privatpersonen, Wohneigentümergemeinschaften, Wohnungsunternehmen, Wohnungsgenossenschaften und Bauträger. Der Förderantrag muss vor Abschluss des Kaufvertrags gestellt werden.

Die Bundesregierung hat 200 Millionen Euro für die Förderung privater Ladestationen vorgesehen. Die Nachfrage nach E-Autos ist wegen staatlicher Kaufprämien von bis zu 9.000 Euro stark gestiegen. Experten sehen Nachholbedarf beim Ladenetz.

Im Zusammenhang mit dem Start der Förderung bietet der Energieversorger Eon seine "Drive eBox smart" für einen begrenzten Zeitraum zu einem vergünstigten Preis an. Das Angebot gelte bis  Ende Januar 2021, teilte Eon heute mit. "Das Programm der KfW sei ein echter Anreiz, Stellplätze an Wohngebäuden mit modernen Lademöglichkeiten für E-Autos auszustatten und so für die Mobilität der Zukunft bereitzumachen", erklärt Christoph Ebert von Eon.

jst/dpa

E-Auto tankt an der Ladesäule.
Dank hoher Förderung steigt die Nachfrage nach E-Autos. (Copyright: iStock)