Erneuerbare Energien
01.10.2013

Frankreich schreibt Gezeitenkraftwerke aus

Présidence de la République
Francois Hollande sieht großes Potenzial für die Energie aus dem Meer

Präsident Francois Hollande will die Meeresenergie ausbauen. Französische Konzerne wie Alstom sollen davon profitieren.

In der Hafenstadt Cherbourg gab Francois Hollande am Montag die Ausschreibung von vier Pilotprojekten für Gezeitenkraftwerke vor den Küsten der Normandie und der Bretagne bekannt, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters. 

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Insgesamt sollen die Pilotprojekte auf eine installierte Leistung von 80 Megawatt kommen und zusammen etwa 120 Millionen Euro kosten. Für 17,3 Eurocent pro Kilowattstunde würde der französische Energieriese EDF den Strom der Anlagen kaufen, so der Präsident. 

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Aber Hollande will noch mehr:  „Wenn unsere Annahmen stimmen, könnten im kommenden Jahrzehnt drei Gigawatt vor unseren Küsten aufgebaut sein.“ 

Neue Arbeitsplätze

Hollande will die Zukunftstechnik fördern, um damit für die Industrie neue Hightech-Sektoren zu erschließen und so Arbeitsplätze zu schaffen. Außerdem möchte das Land seine Abhängigkeit von der Atomenergie senken. 

Der Energiekonzern GDF Suez und der Industrieriese Alstom kündigten an, sich gemeinsam um das Pilotprojekt mit bis zu 40 Unterwasserturbinen zu bewerben. Alstom testet derzeit eine Ein-Megawatt-Turbine in schottischen Gewässern. Die Anlagen vor Frankreichs Küste könnten laut Reuters voraussichtlich im Jahr 2015 starten, mit einem kommerziellen Betrieb zwischen 2020 und 2025.    

 

Redaktion
Keywords:
Francois Hollande | Frankreich | erneuerbare Energien | Energiepolitik
Ressorts:
Governance | Technology

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