Eine Kohlenstoffdioxid-Steuer in Höhe von bis zu 100 Euro pro Tonne bis 2030 könnte die Kosten der Energiewende drastisch senken.

Nach einer am heutigen Donnerstag veröffentlichten Studie des Fraunhofer ISE fallen die Kosten für das gesamte deutsche Energiesystem bis 2050 unter Einführung einer CO2-Steuer rund 600 Milliarden Euro geringer aus als der Weiterbetrieb des bisherigen Systems kosten würde.

Für die Betriebskosten eines Grünstromsystems ab 2050 gilt: Die Kosten unterscheiden sich praktisch nicht von den heute notwendigen 250 Milliarden Euro Stromkosten jährlich; „und das bei gleichzeitiger Reduktion energiebedingter CO2-Emissionen um 85 Prozent“, sagt Studienleiter Hans-Martin Henning.

Ohne CO2-Steuer kostet die Energiewende unter Einhaltung der Klimaschutzziele bis 2050 den Fraunhofer-Berechnungen zu Folge jedes Jahr zusätzlich 30 Milliarden Euro.

Die Autoren haben für die Studie verschiedene Szenarien berechnet, die sich nach Antrieben für Züge, Schiffe, Autos und Flugzeuge, sowie dem Fortschritten bei der energetischen Gebäudesanierung und dem Zeitpunkt des Kohleausstiegs unterscheiden. 

(foto: Vestas)