Energiewirtschaft
19.01.2016

Gabriel: „Kein Welpenschutz für Erneuerbare“

foro: SPD
Sigmar Gabriel (SPD).

Der Bundeswirtschaftsminister will neben dem Stromsektor künftig verstärkt auch Verkehr und Landwirtschaft in die Klimaschutzpläne der Regierung einbeziehen.

Sigmar Gabriel (SPD) will die Vergütung von Grünstrom im Rahmen der diesjährigen EEG-Reform auf Ausschreibungen umstellen – ohne Ausnahmen. Das kündigte der Bundeswirtschaftsminister zum Auftakt des Branchenkongresses „Energiewirtschaft“ am heutigen Dienstag in Berlin an. „Die Zeit des Welpenschutzes für Erneuerbare ist vorbei“, sagte der Minister. Die Welpen seien mittlerweile zu Wachhunden herangewachsen. Regionalen Ausnahmen beim Bau Erneuerbarer-Anlagen erteilte Gabriel eine Absage. 

Anzeige

Anzeige

Mit der EEG-Reform soll die Grünstrom-Vergütung erstmals nicht mehr staatlich festgelegt werden. Stattdessen will Gabriel die Preise für Sonnen- und Windstrom per Auktion ermitteln. Zufrieden zeigte sich der Minister mit dem im Dezember beendeten dritten Pilot für Ausschreibungen von PV-Freiflächenanlagen und dem dabei erzielten Preis von acht Cent pro Kilowattstunde. 

Mit Blick auf die Ergebnisse des Pariser Klimagipfels und die Klimaschutzpläne der Bundesregierung kommentierte Gabriel: Man dürfe die CO2-Einsparungen nicht allein dem Stromsektor auferlegen. Auch Verkehr und Landwirtschaft müssten ihre Anteile leisten. „Der Druck auf den Stromsektor wird immer größer, die anderen schauen zu“, sagte Gabriel und erntete damit spontanen Applaus vom Publikum. 

 
Redaktion
Keywords:
Sigmar Gabriel | Energiewirtschaft | EEG-Reform | PV-Ausschreibungen | Auktionen | Bundesregierung | Klimaschutz
Ressorts:

Neuen Kommentar schreiben

 

Newsletter bestellen – Wunschausgabe erhalten

Jetzt den wöchentlichen
Newsletter bizz energy weekly abonnieren
und eine Ausgabe
Ihrer Wahl kostenlos erhalten.

Hier geht es zur Aktion!

 
 

bizz energy Research

Energie, Digitalisierung und Mobilität.
Unsere Factsheets bieten visualisierte Daten, liefern Fakten und stellen Zusammenhänge zu den Top-Themen der Energiewende dar.


Mehr Informationen