Wir werden in der nächsten Legislaturperiode über die Sektorkopplung reden müssen“, sagte der Wirtschaftsminister und SPD-Vorsitzende am Mittwoch bei einer Veranstaltung der Industriegewerkschaft IG BCE in Berlin. „Aber die EEG-Umlage kann nicht alles tragen“, kündigte Gabriel an. Erst vor wenigen Tagen hatte sich auch die Führung der Unionsfraktion dagegen ausgesprochen, die Speicherung von Strom in Form der Gase Methan und Wasserstoff oder flüssiger Kraftstoffe in großem Maßstab zu bezuschussen.

Gabriel sprach sich nun zwar für eine Forschungsförderung von Power-to-X-Technologien aus. Sie müssten sich aber am Markt für Flexibilitätsoptionen anderen Methoden wie dem Demand-Side-Management stellen. Das kurzzeitige Abregeln von energieintensiven Anlagen ist eine weitere Möglichkeit, um Schwankungen bei der Einspeisung von Ökostrom auszugleichen. Bei Power-to-X wird Strom in flüssigen oder gasförmigen Medien gespeichert oder direkt in Wärme umgewandelt.

Die Energie- und Chemiegewerkschaft IG BCE hatte der Diskussion um Power-to-X auf ihrem Innovationsforum in Berlin breiten Raum eingeräumt. Zukünftige Förderinstrumente müssten Innovationen statt Installationen voranbringen, sagte Vorstandsmitglied Petra Reinbold-Knape, die den erkrankten Vorsitzenden Michael Vassiliadis vertrat.

 

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel setzt bei Speichertechnologien auf den Wettbewerb. (Foto: BMWi/Maurice Weiss)