Kohleausstieg
26.10.2015

Gabriel will Braunkohleausstieg mit 1,6 Milliarden Euro subventionieren

foto: deposit

Bundeskabinett soll im November über Gesetzesentwurf abstimmen.

 

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Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) will den Versorgern für den Ausstieg aus der Braunkohle 1,6 Milliarden Euro zahlen. Ein entsprechendes Konzept sei gemeinsam mit den betroffenen Unternehmen RWE, Mibrag und Vattenfall erarbeitet worden, heißt es aus dem Bundeswirtschaftsministerium. Der Gesetzentwurf soll im November im Bundeskabinett beschlossen werden.

Demnach sollen die Braunkohleblöcke mit einer Gesamtleistung von 2,7 Gigawatt ab 2016 schrittweise aus dem Markt genommen und dann weitere vier Jahre als Reserve vorgehalten werden. Für die Sichereitsbereitschaft zahlt Gabriel jährlich 230 Millionen Euro an die Versorger – über einen Zeitraum von sieben Jahren. Die Kilowattstunde Strom kostet damit 0,05 Cent mehr.

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Der Essener Energieversorger RWE kündigte unterdessen an, den Wandel für seine Mitarbeiter „sozialverträglich und fair“ zu gestalten.

Energieminister Gabriel setzt mit der Vierjahres-Reserve eine Vereinbarung aus dem am 1. Juli verabschiedeten Eckpunktepapier zur Erreichung der deutschen Klimaziele um. Eine zuvor von Gabriel ins Spiel gebrachte Klimaabgabe war an den Widerständen der Kohlelobby gescheitert (hier lesen). 

An vorderster Front kämpfte die Gewerkschaft IG BCE mit Vizechefin und Profi-Netzwerkerin Edeltraud Glänzer (hier lesen). 

Jana Kugoth
Keywords:
Braunkohle | Kohleausstieg | RWE | Vattenfall | Mibrag | Sigmar Gabriel | Bundeskabinett
Ressorts:
Governance | Markets

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