Das Gas stammt aus den Gazprom-Förderstätten auf der sibirischen Halbinsel Jamal. Dort lagern in den Tambej-Feldern geschätzte 1,56 Billionen Kubikmeter Erdgas, aus denen sich 20 Millionen Tonnen Flüssigas (LNG) gewinnen ließen. LNG lässt sich per Schiff transportieren.

An dem gemeinsamen Unternehmen soll Gazprom 75 Prozent und Novatek 25 Prozent halten. Ein zweites Joint-Venture könnte perspektivisch Erdgas aus dem im Besitz von Novatek befindlichen Gasfeld Utrenneje auf der benachbarten Halbinsel Gyda verflüssigen, berichtet die russische Nachrichtenagentur Ria Novosti.

Mit dem Joint-Venture reagiert Gazprom auf den LNG-Boom. Ausgelöst wurde dieser durch die US-Schiefergasproduktion, die die USA zunehmend unabhängig von LNG-Importen aus dem Ausland machen. Experten rechnen damit, dass durch das so freigewordene Flüssiggas-Angebot auf dem Weltmarkt auch die Gaspreise in Europa sinken könnten. Bisher hat Gazprom Erdgas per Pipeline nach West-Europa transportiert und dabei von der Bindung an den Ölpreis profitiert.