Gas
04.01.2013

Gazprom startet LNG-Joint-Venture

Der russische Staatskonzern Gazprom will gemeinsam mit dem heimischen Konkurrenten Novatek an der Verflüssigung von Erdgas arbeiten. Ein Joint-Venture soll im Januar gegründet werden.

Das Gas stammt aus den Gazprom-Förderstätten auf der sibirischen Halbinsel Jamal. Dort lagern in den Tambej-Feldern geschätzte 1,56 Billionen Kubikmeter Erdgas, aus denen sich 20 Millionen Tonnen Flüssigas (LNG) gewinnen ließen. LNG lässt sich per Schiff transportieren.

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An dem gemeinsamen Unternehmen soll Gazprom 75 Prozent und Novatek 25 Prozent halten. Ein zweites Joint-Venture könnte perspektivisch Erdgas aus dem im Besitz von Novatek befindlichen Gasfeld Utrenneje auf der benachbarten Halbinsel Gyda verflüssigen, berichtet die russische Nachrichtenagentur Ria Novosti.

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Mit dem Joint-Venture reagiert Gazprom auf den LNG-Boom. Ausgelöst wurde dieser durch die US-Schiefergasproduktion, die die USA zunehmend unabhängig von LNG-Importen aus dem Ausland machen. Experten rechnen damit, dass durch das so freigewordene Flüssiggas-Angebot auf dem Weltmarkt auch die Gaspreise in Europa sinken könnten. Bisher hat Gazprom Erdgas per Pipeline nach West-Europa transportiert und dabei von der Bindung an den Ölpreis profitiert.

 

 

 

Karsten Wiedemann
Keywords:
LNG | Erdgas | Pipeline | Gazprom | Novatek
Ressorts:
Markets

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