Der russische Energiekonzern will Medienberichten zufolge seine Anteile an dem Leipziger Erdgasunternehmen Verbundnetz Gas (VNG) verkaufen. Die Verkaufsentscheidung sei nach dem Ausstieg von Wintershall gefallen. Ohne den Kasseler Öl- und Gas-Produzenten fehlten fortan die Einflussmöglichkeiten bei der Leitung von VNG, hieß es seitens Gazprom.

Der russische Konzern hält bislang 10,52 Prozent an VNG; Gazprom und Wintershall kamen gemeinsam auf 26,31 Prozent Anteile. Das hessische Unternehmen hatte den Verkauf seines 15,79-prozentigen Anteils bereits im Oktober des vergangenen Jahres abgeschlossen.

Käufer war damals der Versorger EWE. Wie das Manager Magazin aus Branchenkreise erfuhr, will das Oldenburger Unternehmen alle Anteile an VNG jedoch verkaufen. Zusammen mit den von Wintershall erworbenen sind das knapp 64 Prozent, die demnach um die 1,3 Milliarden Euro wert sein sollen.