Erdgasförderung
25.03.2013

Gelsenwasser warnt vor Fracking

Der Gesetzesentwurf der Bundesregierung für die Erdgasförderung mittels Fracking sieht den Schutz von Wasserschutzgebieten vor. Aber er schützt nicht die Wassereinzugsgebiete, kritisiert der Trinkwasserversorger Gelsenwasser.

Fracking spaltet die Meinungen, wie kaum ein anderes aktuelles Thema. Nun warnt Gelsenwasser, einer der größten Trinkwasserversorger Deutschlands, vor den Folgen der Fördermethode: Gerade in Nordrhein-Westfalen beschäftigt uns das Problem der Bergbaugebiete, sagte der Vorstandsvorsitzende Henning Deters. Schon heute würden 15 Millionen Kubikmeter Tiefenwasser aus den alten Gruben in die Ruhr gepumpt. „Sollte hier Frackflüssigkeit hinzukommen, entsteht ein unabwendbarer Schaden“, so Deters. 

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Die Aufbereitung des beim Fracking mit Chemikalien vermischten Tiefenwassers sei ungelöst. Deters wies außerdem darauf hin, dass im Gesetzesentwurf nur die konkreten Wasserschutzgebiete, nicht jedoch die Wassereinzugsgebiete vom Fracking ausgenommen sind. Das bedeute demnach an der Ruhr, aus der Trinkwasser für vier Millionen Menschen gewonnen wird, dass nur acht Prozent der Fläche des Flusseinzugsgebietes geschützt wären.

nhp
Keywords:
Fracking | Trinkwasser | Gelsenwasser | Erdgasförderung
Ressorts:
Governance | Technology

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