Energieversorgung
09.04.2015

Gemeinsamer Markt für Reserveenergie

foto: 50Hertz

Deutschland, Österreich, Niederlande und die Schweiz kooperieren seit dieser Woche bei der Ausschreibung der Regelleistung. Die Netzbetreiber hoffen auf finanzielle Einsparungen.

Seit Dienstag schreiben die Übertragungsnetzbetreiber in Deutschland und die Nachbarstaaten Österreich, Niederlande und die Schweiz gemeinsam den Bedarf für Reserveenergie aus. Mit der Fusion entsteht nach Angaben der Ausschreibungsplattform regelleistung.net der europaweit größte Markt für Reserveenergie mit einem Gesamtbedarf von 750 Megawatt.

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Die vier Netzbetreiber in Deutschland, 50 Hertz, Transnet BW, Tennet und Amperion, sind verpflichtet, jeweils einen festgelegten Anteil an Reserveleistung vorzuhalten, die Schwankungen im Stromnetz direkt ausgleicht. Hierfür werden in der Regel schnell anlaufende Gaskraftwerke eingesetzt, die in der Lage sind, ihre Leistung je nach Bedarf innerhalb von Sekunden zu erhöhen beziehungsweise zu verringern. 

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Die Reserveleistung wird wöchentlich über Ausschreibungen auf der gemeinsamen Internetplattform erworben. Die neue länderübergreifende Kooperation erlaubt es den Netzbetreibern, Leistung auch außerhalb der eigenen Regelzone einzukaufen.

Die Netzbetreiber hoffen auf finanzielle Einsparungen. Diese sollen direkt an die Kunden weitergegeben werden, heißt es in einer heute veröffentlichten gemeinsamen Mitteilung. Zuletzt beliefen sich die Kosten für die Primärregelleistung auf 100 Millionen Euro (2014). 

In einem nächsten Schritt ist die Teilnahme des dänischen Netzbetreibers EnergiNet.dk geplant.

Jana Kugoth
Keywords:
Übertragungsnetzbetreiber | Tennet | 50Hertz | Amperion | Transnet BW | Regelleistung | Ausschreibungen
Ressorts:
Markets | Community

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