Bioenergie
17.04.2013

German Pellets baut zweites Werk in den USA

Dr-1. Klaus-Uwe Gerhardt_pixelio.de
Heiß umkämpft: Holzpellets.

Die Nachfrage nach Holzpellets steigt. Der Hersteller German Pellets will deshalb in den USA ein weiteres Werk bauen. Der Nachschub an günstigem Holz ist dort gesichert.

German Pellets plant seine Produktionskapazitäten in Nordamerika auszubauen. Noch in diesem Jahr will das Unternehmen aus Wismar mit dem Bau eines zweite Werkes für die Produktion von jährlich einer Million Tonnen Pellets beginnen. Zu den Investitionskosten machte das Unternehmen auf Nachfrage von BIZZ energy togay keine Angaben. 

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Bereits das zweite US-Werk

Das neue Werk soll in Urania im Norden des Bundesstaates Louisiana entstehen und ist bereits der zweite Standort neben Woodville im US-Bundesstaat Texas. Auch diese Produktionsstätte ist neu und geht erst in diesen Tagen in Betrieb. Das Werk in Texas kann rund eine halbe Million Holzpellets pro Jahr herstellen.

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Entscheidend für die Standortwahl für das zweite Werk in Louisiana war laut Firmenangaben die gute Rohstoffverfügbarkeit in der waldreichen Region um Urania. Die Holzzuwachsraten seien aufgrund des subtropischen Klimas deutlich größer als in Deutschland. Durch den Standort sichere sich German Pellets Wettbewerbsvorteile gegenüber europäischen Produzenten. Für den Transport der Pellets aus beiden Werken nach Europa nutzt das Unternehmen den Hafen von Port Arthur am Golf von Mexiko.

Der Pelletmarkt boomt

„Der Pelletbedarf steigt weltweit, insbesondere in Europa“, sagte German Pellets-Geschäftsführer Peter Leibold. Angetrieben wird die Nachfrage unter anderem durch die Betreiber von Kohlekraftwerken. Vor allem in den Niederlanden und Belgien setzten diese immer stärker auf das Co-Firing, also die Mitverbrennung von Holzpellets, um die Kraftwerks-Emission zu senken. Holz gilt als klimaneutral, da bei der Verbrennung nur soviel Kohlendioxid frei wird, wie ein Baum während des Wachstums gespeichert hat. Der Hafen von Rotterdam stellt sich auf die steigende Nachfrage ein und will sich zum größten Biomasse-Umschlagplatz der Welt entwickeln.

Neben großen Kraftwerken, nutzen auch Hausbesitzer oder Kommunen Holzpellets im steigenden Maße zum Heizen. Allein im Winter 2012/2013 wurden in Deutschland nach Angaben des Deutschen Energieholz- und Pellet-Verbands 1,4 Millionen Tonnen der Presslinge verheizt, soviel wie noch nie. Der Preis für die Tonne Pellets stieg zwischenzeitlich auf 270 Euro, fiel im April aber wieder auf 230 Euro.

 

 

 

nhp
Keywords:
Pellets | German Pellets | Holz | Bioenergie
Ressorts:
Markets

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