Der Anfang Juli von Siemens über einen Börsengang ausgegliederte Beleuchtungsspezialist Osram hat bei der Veröffentlichung seiner Zahlen zum dritten Quartal auch seine Jahresprognose angehoben. Vorstandschef Wolfgang Dehen erwartet nun beim operativen Ergebnis (EBITA) vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen einen Anstieg um 20 bis 30 Prozent. Bislang ging Dehen nur von einem Wachstum im niedrigen zweistelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahresergebnis von 51 Millionen Euro aus. Auch für das Ergebnis nach Steuern erwartet Osram einen positiven Wert, nachdem man bislang noch mit einem Jahresverlust gerechnet hatte.

Osram-Aktien stiegen daraufhin um über fünf Prozent auf deutlich über 28 Euro. Die Aktien von Osram wurden Anfang Juli zu einem Kurs von 24 Euro an der Frankfurter Börse platziert und rutschten zeitweise sogar unter den Ausgabekurs. Der Kurs festigte sich in den folgenden Tagen aber, nachdem Analysten der schweizer UBS und der Deutschen Bank die Aussichten von Osram positiv bewertet und die Aktie  auf Kaufen gestuft hatten.

Osram knüpft Zukunft an LED-Technik

Das Unternehmen sieht seine Zukunft insbesondere in energiesparenden Beleuchtungssystemen und setzt dabei große Erwartungen in halbleiterbasierte Produkte, beziehungsweise LED-Technik. Deren Absatz hat im dritten Quartal um 31 Prozent zugenommen, was die führende Rolle Osrams beim Wandel zu LEDs unterstreiche, so Vorstandschef Dehen.

Zu den Osram-Vorzeigeprojekten in der LED-Technik zählen der vor der Fertigstellung stehende 170 Meter hohe Taunus-Turm im Frankfurter Bankenviertel und die Städtische Galerie im Lenbachhaus in München. Während der Frankfurter Büroturm mit mehr als 12.000 LED-Innenleuchten ausgerüstet wurde, setzen in München 170.000 Leuchtdioden die Werke von Kandinsky und Beuys ins rechte Licht.

Auch beim Konzernumbau, der mit Stellenabbau und Geschäftsbereichsveräußerungen verbunden ist, kommt Osram schneller voran als geplant. So habe etwa der Ausstieg aus dem Gemeinschaftsunternehmen Valeo Sylvania mit einem Buchgewinn abgeschlossen werden können, was zu einem Nettogewinn von 14 Millionen Euro im dritten Quartal beigetragen habe.