US-Präsident Obamas „Clean Power Plan“ ist ein Baustein einer Maßnahmenserie, um das avisierte Klimaziel einer Treibhausgasemissionsminderung von 26-28 Prozent bis 2025 gegenüber 2005 zu erreichen. Obama setzt mit seiner Initiative ein gewichtiges Zeichen gegen die Nutzung fossiler Energieträger im Stromsektor und hier insbesondere gegen die klimaschädliche Kohle. Es sollen CO2-Standards festgelegt werden, die die Emissionen der (Kohle-) Kraftwerke bis 2030 um zirka ein Drittel senken gegenüber 2005. Damit wird der Finger in die Wunde gelegt: Ohne eine rasche systematische Abkehr von Kohlestrom ist die Einhaltung des 1,5° bzw. 2°C Limits nicht möglich. Gerade für die internationale UN-Klimaschutzkonferenz im Dezember in Paris diesen Jahres werden vom historisch schlimmsten Klimasünder glaubwürdige Anstrengungen erwartet. Dies ist ein weiterer Beitrag. Erst nach der präzisen Ausgestaltung lässt sich seine Schlagkraft aber erst wirklich beurteilen. Gerade erst vor wenigen Wochen scheiterte die Bundesregierung am Widerstand der Kohlelobby, ein robustes Instrument zur Drosselung des Kohlestroms einzuführen. Stattdessen erhalten die Energieversorger jetzt aller Voraussicht nach Milliardenbeträge um längst abgeschriebene Uraltkraftwerke aus dem Verkehr ziehen.

Die Antwort von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks lesen Sie hier.

Die Antwort von Solarworld-Chef Frank Asbeck lesen Sie hier. 

WWF-Direktorin Regine Günther. (foto: WWF)